Wieder ein Wahlverbot: So ruinieren „Demokraten“ die Demokratie

Wieder ein Wahlverbot: So ruinieren „Demokraten“ die Demokratie
Foto: Symbolbild

Friesland/Niedersachsen. Das riecht ungut nach Willkür: der AfDBundestagsabgeordnete Martin Sichert darf im Landkreis Friesland nicht zur Landratswahl antreten. Der Wahlausschuß lehnte seine Bewerbung ab.

  Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Nach Sicherts Darstellung stimmten alle Vertreter der Altparteien gegen seine Wahlzulassung. Grundlage dafür ist eine Einschätzung des niedersächsischen Innenministeriums, das der Wahlleiter um eine Bewertung gebeten hatte. Das Ministerium ist als Kommunalaufsicht zuständig, sein Votum ist jedoch nicht bindend.

In der Stellungnahme heißt es, es bestünden Zweifel, daß Sichert „jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland eintreten wird“. Begründet wird dies mit seiner Funktion als Mitglied, Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter der AfD in Niedersachsen, die vom Verfassungsschutz als „rechtsextrem“ denunziert wird.

Sichert hat für die Prozedur wenig Verständnis und berichtet: „Ich war im Wahlausschuß anwesend und wurde angehört.“ Er habe darauf hingewiesen, daß er seit 15 Jahren im öffentlichen Dienst arbeite und verfassungstreu sei. Zudem habe er sich in der CoronaZeit für die Grundrechte eingesetzt. Zu der Entscheidung sagte er: „Es wirkte, als wäre das alles längst entschieden, und selbst wenn ich Jesus persönlich gewesen wäre, hätten sie mich ausgeschlossen.“

Sichert stammt ursprünglich aus Nürnberg, war Landesvorsitzender der AfD in Bayern und sitzt seit 2017 im Bundestag. 2022 zog er aus privaten Gründen nach Niedersachsen. Er kündigte rechtliche Schritte an.

Das Innenministerium führt weitere Punkte gegen ihn an: einen XBeitrag aus dem Jahr 2025, in dem Sichert die Regenbogenfahne mit der Hakenkreuzfahne vergleicht; ein „ethnopluralistisches Weltbild“ (!); „islamfeindliche Tendenzen“; die Teilnahme an einer Demonstration mit „Compact“-Herausgeber Jürgen Elsässer; das Teilen verschwörungstheoretischer Inhalte sowie die Begriffe „Kartellparteien“ und „Blockparteien“.

Sichert weist alle Vorwürfe zurück und spricht von „Kontaktschuld“. Unterstützung erhält er von AfD-Landeschef Ansgar Schledde. Dieser erklärte, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfDMitgliedschaft als „nicht verfassungstreu“ einzustufen. (rk)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.