Weil sie die Zahlen von Ceuta veröffentlichte: Sicherheits-Mitarbeiterin gefeuert

Weil sie die Zahlen von Ceuta veröffentlichte: Sicherheits-Mitarbeiterin gefeuert
Foto: Symbolbild

Madrid. Nach der Veröffentlichung offizieller Angaben zum Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta hat die spanische Regierung eine langjährige Mitarbeiterin des Nationalen Sicherheitsrates (DSN) fristlos entlassen. Die Beschäftigte des Verteidigungsministeriums hatte die öffentliche Mitteilung darüber herausgegeben, daß rund 49.000 Marokkaner nach Ceuta gelangt seien.

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Die Frau war seit acht Jahren für die Internetseite und die Social-Media-Kanäle des DSN verantwortlich. Nach Angaben der Zeitung „The Objective“ befand sie sich während der Ereignisse im Urlaub in Chiclana de la Frontera. Weil kurzfristig keine Vertretung verfügbar gewesen sei, veröffentlichte sie auf der Grundlage interner Informationen selbst eine Meldung. Der Beitrag erschien am Freitagmorgen, dem zweiten Tag des Ansturms, und löste nach Berichten aus Militärkreisen erhebliche Verstimmung im Innenministerium sowie im Umfeld des Kabinettschefs von Ministerpräsident Pedro Sánchez, Diego Rubio, aus.

Die Mitteilung wurde kurz darauf gelöscht. Noch während ihres Urlaubs erhielt die Mitarbeiterin die Kündigung und mußte innerhalb von drei Tagen nach Madrid zurückkehren, um ihre persönlichen Gegenstände abzuholen.

Innerhalb des rund hundertköpfigen Nationalen Sicherheitsrates stößt die Entscheidung laut „The Objective“ auf Unverständnis. Kollegen verwiesen darauf, daß die Betroffene jahrelang beanstandungsfrei gearbeitet habe.

Ihre Stelle blieb zunächst unbesetzt. Der entlassenen Mitarbeiterin droht bis zu einer neuen Verwendung in der Verwaltung ein spürbarer Einkommensverlust. (mü)

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