Skandal bei der Midlands-Polizei: Ramadan – jetzt auch für Nicht-Muslime

Skandal bei der Midlands-Polizei: Ramadan – jetzt auch für Nicht-Muslime
Foto: Symbolbild

London. Alle reden von Integration – aber im zunehmend islamisierten Großbritanninen läuft sie in umgekehrter Richtung. In der britischen Region West Midlands hat jetzt ein Verband muslimischer Polizeibeamter auch nicht-muslimische Kollegen dazu aufgerufen, sich am Fasten während des Ramadan zu beteiligen. Nach einem Bericht des „Telegraph“ soll die Aktion als „Akt der Solidarität“ stattfinden und zugleich dem Sammeln von Spenden für wohltätige Zwecke dienen.

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Die Polizeibehörde unterstützt die Aktion. Ein Sprecher verwies darauf, daß die West Midlands eine vielfältige Bevölkerung mit einem hohen Anteil muslimischer Einwohner hätten. Polizeibeamte sollten deshalb die religiöse Bedeutung des Ramadan für diese Bevölkerungsgruppen besser kennenlernen und nachvollziehen können.

Kritik entzündet sich aber daran, daß auch Einsatzkräfte im Streifendienst über längere Zeit auf Essen und Trinken verzichten könnten. Gegner der Initiative bezweifeln, ob Polizisten ihre Aufgaben dann noch uneingeschränkt erfüllen können.

Der konservative Schattenjustizminister Nick Timothy bezeichnete den Aufruf an nicht-muslimische Beamte als „völlig unangemessen“. Zugleich sprach er sich für die Abschaffung der „Public Sector Equality Duty“ aus. Diese Vorschrift verpflichtet staatliche Stellen, Aspekte der Gleichberechtigung und Vielfalt bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Timothy wörtlich: „Die Polizei sollte eine nationale Kraft für uns alle sein, die unabhängig vom Glaubensbekenntnis dieselben Standards einhält.“ Eine Anpassung der Polizeikultur an die Praktiken einer einzelnen Religion lehne er ab.

Nach Angaben des „Telegraph“ wurde die West Midlands Police in Unterlagen der Kommunalverwaltung New Forest bereits als Beispiel für gelungene Inklusionsarbeit präsentiert. Die Behörde selbst erklärt, daß sich jedes Jahr mehr nicht-muslimische Beschäftigte freiwillig am Ramadan-Fasten beteiligten. Der Vorgang reiht sich in eine seit längerem geführte Debatte über Diversitäts- und Gleichstellungsprogramme bei den britischen Polizeibehörden ein. In den vergangenen Monaten waren wiederholt interne Richtlinien und Schulungsunterlagen öffentlich geworden, die Kritik an Umfang und Umsetzung entsprechender DEI-Maßnahmen ausgelöst hatten. (mü)

Bild von Amna Sayeed auf Pixabay

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