Vergewaltigung in Halle: Wollte die Polizei etwas vertuschen?

Vergewaltigung in Halle: Wollte die Polizei etwas vertuschen?
Foto: Symbolbild

Halle. Ein besonders unappetitlicher Fall – nicht nur wegen der Tat selbst, sondern auch wegen des Verhaltens der Behörden. In Halle war am 8. August eine 39jährige Frau von einem 27jährigen Malier vergewaltigt worden. Der Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Doch die Öffentlichkeit erfuhr erst auf ausdrückliche Nachfrage von Journalisten von dem Fall.

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Polizei und Staatsanwaltschaft, räumte die Staatsanwaltschaft ein, hatten nach der Tat auf eine Presseinformation verzichtet. Als Begründung nannten die Behörden „noch nicht hinreichend gesicherte Erkenntnisse“. Die Staatsanwaltschaft erklärte: „Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen und des derzeitigen Ermittlungsstandes können weitere Angaben, insbesondere zu den näheren Umständen der Tat sowie zu den beteiligten Personen, derzeit nicht gemacht werden.“

Ungeklärt ist deshalb zum Beispiel, ob sich Opfer und Tatverdächtiger kannten und unter welchen Umständen es zu der Tat kam. Auch zum Aufenthaltsstatus des Täters liegen keine Angaben vor.

Bereits am 13. Juni hatte die Polizei in Halle wegen eines weiteren mutmaßlichen Sexualdelikts ermittelt. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen vier Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren vier Mädchen im Alter von zwölf und 13 Jahren sexuell mißbraucht haben. Die Tatverdächtigen stammen aus Mali und Portugal. Die 14jährigen und älteren Jungen wurden festgenommen; der 13jährige kam wieder frei.

Nach Angaben des WDR kannten sich die Jugendlichen zuvor teilweise und sollen teilweise miteinander verwandt sein. Die Mädchen sollen ein Treffen vorgeschlagen und Alkohol mitgebracht haben, von dem alle Beteiligten reichlich getrunken hätten. Im Verlauf des Abends soll es dann zu den sexuellen Handlungen gekommen sein. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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