Unhaltbare Situation: Immer noch bis zu 11.000 Illegale in Ceuta
Ceuta. Nach der Masseninvasion Ende Juli sind zwar die meisten der bis zu 80.000 Marokkaner, die die Grenzanlagen überwunden hatten und auf spanisches Gebiet vorgedrungen waren, inzwischen wieder zurück in Marokko. Aber bei weitem nicht alle. Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas verlangt jetzt eine Unterbringung der verbliebenen Migranten bis zur Ausweisung.
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Bei einer Pressekonferenz forderte er ein „Abschiebezentrum für Ausländer“, in dem „diese Menschen untergebracht und eingesperrt bleiben“ sollten. Die gegenwärtige Situation bezeichnete Vivas als „unhaltbar“ und „inakzeptabel“. Zugleich verlangte er, die Bewegungsfreiheit der Migranten „eingeschränkt“ zu halten, bis die Abschiebungsverfahren abgeschlossen seien, sowie „dringend“ einen „staatlichen Plan, der darauf abzielt, in Ceuta wieder Normalität herzustellen“.
Nach Angaben der spanischen Regierung erreichten Ende Juli rund 80.000 Menschen die an Marokko grenzende Exklave auf dem Landweg oder schwimmend. Madrid spricht offiziell von knapp 2000 verbliebenen Migranten. Vivas nennt dagegen 8000 bis 11.000.
Der für die Beziehungen zu den Regionen zuständige Minister Ángel Víctor Torres kündigte zusätzliche Polizisten und Soldaten für die Exklave an. Vorrang habe die Zusammenführung minderjähriger Migranten mit ihren Familien. Eine mögliche Ausweisung erwähnte er nicht.
Die weitere Unterbringung sorgt für politischen Streit zwischen der sozialistischen Zentralregierung und den von der konservativen Volkspartei (PP) beziehungsweise Vox regierten Regionen. Die spanische Rechte lehnt die Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger nach den geltenden gesetzlichen Regelungen ab. (mü)
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