Umstrittenes Privileg: Musliminnen dürfen mit Burkini ins Schwimmbad
Salurn. Die Islamisierung Europas ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie. Dennoch können sich Muslime über viele Privilegien freuen, von denen umgekehrt in islamischen Ländern westliche Zuwanderer nur träumen können.
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Ein Freibad im Südtiroler Salurn bietet seit kurzem jeden Montagabend eine einstündige Badezeit ausschließlich für muslimische Frauen an. Das „Lido“-Bad bleibt dafür jeweils von 18.30 bis 19.30 Uhr nach dem regulären Badebetrieb exklusiv für den Verein „Armonia“ und dessen Teilnehmerinnen geöffnet. Betreiber Luca Lechthaler begründet das Angebot damit, Frauen mit Migrationshintergrund den Zugang zu Sport, Begegnung und gesellschaftlicher Teilhabe erleichtern zu wollen.
In der reservierten Stunde ist sogar das Baden im Burkini gestattet, der Ganzkörperbekleidung für muslimische Frauen. Andernorts wird das aus hygienischen Gründen nicht gerne gesehen.
Nicht alle haben für die Sonderregelung Verständnis. Die Südtiroler Freiheitlichen lehnen das Projekt rundweg ab. Nach ihrer Auffassung wird damit ein Frauenbild unterstützt, das von Verschleierung, Geschlechtertrennung und Unterdrückung geprägt ist. Statt gesonderter Angebote seien Integrationsmaßnahmen erforderlich, die Eigenverantwortung und Anpassung stärker in den Mittelpunkt stellen, argumentieren sie. Außerdem verlangen sie Auskunft darüber, ob für das Angebot öffentliche Mittel verwendet werden.
Der Salurner Bürgermeister Roland Lazzeri bleibt demgegenüber entspannt. Da das Freibad privat betrieben werde, liege die Entscheidung über besondere Nutzungszeiten beim Betreiber. Ob weitere Bäder nun ebenfalls Sonderregelungen für muslimische Besucher einführen, bleibt abzuwarten. (mü)
Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0
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