Überflüssig und nutzlos: AfD fordert Ende des Islamunterrichts in Bayern

Überflüssig und nutzlos: AfD fordert Ende des Islamunterrichts in Bayern
Foto: Symbolbild

München. Die AfD-Landtagsfraktion im Bayerischen Landtag will das Fach „Islamischer Unterricht“ an staatlichen Schulen abschaffen. Mit einem Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes zielt sie auf die komplette Streichung des Angebots aus dem Lehrplan.

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Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Oskar Atzinger, stellt die rechtliche Grundlage in Frage. Religionsunterricht sei nach der Verfassung nur im Einvernehmen mit anerkannten Religionsgemeinschaften zulässig. „Unser Grundgesetz und die Bayerische Verfassung sehen Religionsunterricht nur in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaft vor. ‚Islamischer Unterricht‘ kann daher nicht denselben Status wie katholischer oder evangelischer Religionsunterricht haben“, argumentiert Atzinger in einer Pressemitteilung. Es gebe keine allgemein anerkannte islamische Religionsgemeinschaft als Kooperationspartner.

Die Fraktion moniert zudem die mangelnde Akzeptanz des derzeitigen Islamunterrichts bei Schülern und in muslimischen Verbänden sowie strukturelle Defizite. Es fehle an qualifizierten Lehrkräften. „Überdies scheut er Fragen zu Geschlechtergerechtigkeit und interreligiösem Dialog“, so der Abgeordnete über den bisherigen Unterricht. Auch zur Integration muslimischer Kinder trage das Fach nicht bei.

Als Alternative fordert die AfD eine stärkere Betonung gemeinsamer Werte im regulären Unterricht, vor allem im Ethikunterricht. Atzinger: „Es ist sinnvoller, die allgemeine Schulbildung zu fördern und westliche, humanistische Werte direkt im Ethikunterricht zu vermitteln, anstatt sie aus islamischer Sicht neu zu interpretieren.“ (rk)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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