Spanische Migrationspolitik kollabiert: Asylanten stürmen Botschaft

Spanische Migrationspolitik kollabiert: Asylanten stürmen Botschaft
Foto: Symbolbild

Madrid. Dutzende Migranten versuchten in Madrid, die Botschaft Gambias zu stürmen. Auslöser war ein Großeinsatz zur Legalisierung von rund 500.000 Illegalen. Die Antragsteller benötigen dafür sogenannte „Vulnerabilitäts-Zertifikate“. Vor der diplomatischen Vertretung hatten sie stundenlang vergeblich darauf gewartet.

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Die Zeitung „El País“ berichtete, die Lage sei eskaliert, als die Wartenden nach einer durchwachten Nacht erfuhren, daß keine Termine mehr frei seien. Daraufhin kletterten einige über Zäune und Mauern, um an die benötigten Papiere zu gelangen. Die Polizei mußte eingreifen, um ein weiteres Vordringen zu verhindern. Festnahmen gab es zunächst nicht, doch die Lage blieb gespannt.

Bereits in den frühen Morgenstunden hatte es massive Menschenansammlungen vor Ämtern gegeben. Viele Migranten nächtigten im Freien, um überhaupt einen Termin zu ergattern. Die täglichen Anfragen bei den Sozialdiensten in Madrid schnellten binnen kurzer Zeit von rund 1500 auf über 5000 in die Höhe. Kommunalpolitiker warnen offen vor einem drohenden Kollaps des Systems.

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Die Maßnahme des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez ist in der EU äußerst umstritten. Seine Regierung argumentiert, Migration sei essentiell für die alternde Gesellschaft und Wirtschaft. Kritiker sehen dagegen einen massiven Pull-Faktor und werfen seiner Regierung Kontrollverlust vor. (mü)

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