Sicher sehr effizient: Benimmregeln für Migranten in Großbritannien
London. Das wird die Integration der in Scharen nach Großbritannien einwandernden Muslime sicher drastisch verbessern: das britische Innenministerium hat jetzt speziell für Migranten eine Broschüre unter dem Titel „Understanding behaviours and expectations in the UK“ herausgegeben. Sie wird landesweit und in mehreren Sprachen an Migranten verteilt und soll den Neuankömmlingen Benimmtipps für das Leben auf der britischen Insel vermitteln. Darin geht es um Geschlechtergleichheit, häusliche Gewalt, sexuelle Selbstbestimmung und Verhaltensregeln im öffentlichen Raum.
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Das Heft stellt klar, daß Frauen arbeiten, studieren und selbst über ihren Ehepartner entscheiden dürfen. Männern – auch Ehemännern, Vätern oder Brüdern – sei es nicht erlaubt, Frauen das Verlassen der Wohnung zu verbieten oder bestimmte Kleidung vorzuschreiben. Sex ohne Zustimmung gelte auch innerhalb der Ehe als strafbar. Die gesetzliche Schutzgrenze liege bei 16 Jahren; sexuelle Handlungen mit Jüngeren seien unabhängig von deren Zustimmung illegal.
Auch Belästigungen auf der Straße werden angesprochen. Pfiffe, Kußgeräusche, sexuell gefärbte Bemerkungen, das Verfolgen von Frauen und das Versperren ihres Weges könnten Konsequenzen haben (allerdings nur auf dem Papier, wie die Praxis auch auf der britischen Insel lehrt).
Zusätzlich veröffentlichte das Home Office eine Broschüre zum speziellen Schutz von Kindern. Sie behandelt unter anderem das unbeaufsichtigte Zurücklassen von Babys, Gewalt gegen Kinder und Vernachlässigung durch fehlende Nahrung, mangelnde Hygiene oder unsichere Schlafplätze. Weibliche Genitalverstümmelung und Zwangsehen werden als schwere Straftaten genannt. Comicartige Poster sollen in Asylunterkünften und Hotels zum Einsatz kommen.
Zia Yusuf von der Nigel Farages rechter Oppositionspartei „Reform UK“ bezeichnete die Broschüre als eines der „verrücktesten Dinge“, die er je gesehen habe. Auch Chris Philp von den Konservativen forderte gegenüber der BBC Abschiebungen statt Belehrungen.
2025 kamen nach amtlichen Angaben 41.472 Migranten über den Ärmelkanal nach Großbritannien, darunter rund 34.201 erwachsene Männer. Die größten Gruppen stammten aus Eritrea, Afghanistan, Sudan, Iran und Somalia. Anfang August 2026 befanden sich 230 Menschen auf einem einzigen Schlauchboot. (mü)
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