Schweizer Diebstahlstatistik: Mehr als 80 Prozent der Verurteilten sind Ausländer

Schweizer Diebstahlstatistik: Mehr als 80 Prozent der Verurteilten sind Ausländer
Foto: Symbolbild

Bern. Es ist natürlich auch in der Schweiz ein böses Vorurteil, daß Ausländer überproportional häufig in den Kriminalstatistiken auftauchen. Aber: die Schweizer Justiz verurteilte 2025 insgesamt 7.956 Personen wegen Diebstahls. Mehr als vier Fünftel davon waren Ausländer. Besonders stark vertreten waren Algerier: 1.497 Verurteilte standen rund 1.500 Schweizern gegenüber. Nur 35 der ertappten Algerier gehörten zur ständigen Wohnbevölkerung.

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Insgesamt stammten etwa zwei Drittel der wegen Diebstahls Verurteilten nicht aus der ständigen Wohnbevölkerung. Bei den Algeriern traf dies auf 1.462 von 1.497 Personen zu. Auch unter Rumänen, Marokkanern, Tunesiern, Franzosen und Georgiern lag der Anteil bei über 50 Prozent. Algerien belegte 2025 mit 2.127 Asylanträgen zugleich Rang vier der Herkunftsländer der eingereisten Diebe.

Der Kriminologe Dirk Baier von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften unterscheidet zwei Gruppen: Asylbewerber und „Kriminaltouristen“. Letztere hätten die Schweiz als lohnendes Ziel erkannt. Es gebe viel zu holen, während viele Menschen ihr Eigentum nur unzureichend sicherten. Bei straffälligen Asylbewerbern könnten fehlende Perspektiven und Geldmangel eine Rolle spielen.

Ein Fall aus dem Kanton Zürich verdeutlicht die Dimension der inzwischen gut organisierten Einbruchskriminalität. Im Dezember 2025 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen fünf Rumänen. Sie sollen 2024 in zehn Kantonen 22 Einbrüche verübt und vor allem Mobilfunkgeschäfte ins Visier genommen haben. Der mutmaßliche Wert der Beute aus Smartphones, Tablets und Smartwatches betrug rund 1,5 Millionen Franken; hinzu kamen etwa 200.000 Franken Sachschaden.

Auch eine eigens eingerichtete Taskforce befaßt sich inzwischen mit ausländischen Wiederholungstätern. In den ersten sechs Monaten 2026 bearbeitete sie 87 Fälle, rund zwei Drittel davon aus dem Asylbereich. Nach Ablauf des Zeitraums waren 51 Verfahren noch offen; die meisten Betroffenen saßen in Haft. Die übrigen 36 Personen waren ausgereist oder untergetaucht. Im Rahmen der sogenannten „Asylstrategie 2027“ sollen Ausweisungen konsequenter vollzogen werden können. (mü)

Image by Michal Renčo from Pixabay

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