Rot-grüne Prüderie-Hauptstadt: Wies´n-Figuren müssen sich anziehen
München. In der bayerischen Landeshauptstadt München schlägt der links-grüne Woke-Wahn wieder zu. Jetzt bekamen einige jahrzehntealte Pappmaché-Figuren auf der Wies´n, dem traditionellen Oktoberfest, neue Kleider verpaßt – die bisherigen waren den Moralwächtern aus dem Rathaus zu freizügig, die Figuren selbst zu wenig „divers“. Für das bekannte „Teufelsrad“ mußten drei der vier traditionell bunt bemalten Damen nach Vorgaben der Stadt überarbeitet werden.
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Bereits bei der Bewerbung im vergangenen Herbst hatte die Landeshauptstadt der Betreiberin Elisabeth Polaczy ein Schreiben der Gleichstellungsstelle für Frauen mit Empfehlungen für ein „etwas vielfältigeres Teufelsrad“ übermittelt. Drei Figuren ihres Schaugeschäfts hatten im Rathaus für Stirnrunzeln gesorgt. Polaczy berichtet: „Drei Damen haben bei der Stadt Mißmut erregt, weil sie zu freizügig waren.“ Daraufhin wurden Ausschnitte, Röcke und nackte Beine mit zusätzlichen Kleidungsstücken übermalt. Die Figuren erhielten weiße Blusen, Tops und lange Unterhosen. Die als Hawaiianerin dargestellte Figur bekam zudem Schuhe aufgepinselt, da ihre Barfüßigkeit als „diskriminierend“ bewertet worden sei.
Nach Darstellung Polaczys stand sogar der Vorschlag im Raum, eine der weiblichen Figuren in einen Mann umzuwandeln. Dazu kam es nicht. Die vier Figuren blieben weiblich, haben nun aber deutlicher mehr Stoff auf dem Leib als vorher. Für die Betreiberin hatte die Angelegenheit auch eine wirtschaftliche Seite: „Am Anfang hatte ich Angst, daß ich nicht mehr auf die Wiesn darf, wenn ich nicht übermale“, erinnert sie sich. Den Vorwurf des „Sexismus“ weist sie zurück und sagt: „Es gibt wichtigere Dinge. Wir wollen den Leuten mit unserem Fahrgeschäft doch einfach nur eine Freude machen.“
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Schon 2023 hatten die städtischen Moralbehörden veranlaßt, daß Motive mehrerer Fahrgeschäfte verändert werden mußten.
CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl findet für die Vorgänge deutliche Worte: „Wer 80 Jahre alte Figuren am Teufelsrad plötzlich zum Problem erklärt, weil nackte Füße zu sehen sind oder eine Figur keine Radlerhose trägt, hat jedes Maß verloren.“ Sein Fazit: „Ein Prosit der Prüderie!“ (rk)
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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