Rechte Vox-Partei stoppt Mega-Moschee in Sevilla: „Werden die Islamisierung nicht zulassen!“
Sevilla. In Teilen Europas kippt die Stimmung gegenüber der islamischen Landnahme. Ein geplanter Moscheekomplex im Stadtteil Polígono Sur in Sevilla bekommt unerwarteten Gegenwind. Der Stadtrat verschob jetzt die ursprünglich für den 10. Juli vorgesehene Genehmigung, nachdem die Vox-Fraktion eine rechtliche Überprüfung des Vorhabens erzwungen hatte. Bis zum Abschluß der Prüfung liegt das Bauprojekt der privaten Fundación Mezquita de Sevilla nun auf Eis.
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Geplant sind neben einem Gebetsraum rituelle Waschräume, ein Innenhof sowie mehrere soziale und kulturelle Einrichtungen. Auffälligstes Element des Entwurfs, den der Architekt Guillermo Vázquez Consuegra vorlegte, ist ein 30 Meter hohes Minarett.
Vox bezweifelt die offizielle Darstellung, bei dem Vorhaben handle es sich in erster Linie um ein Kulturzentrum. Tatsächlich geht aus den Bauunterlagen hervor, daß die Ausrichtung des Gebetssaals nach Mekka ein wesentliches Element des Projekts ist. Damit steht der religiöse Charakter im Vordergrund. Nach dem Bebauungsplan von 2006 dürfen Nebennutzungen jedoch höchstens 40 Prozent der Gesamtfläche einnehmen. Vox verlangt deshalb eine genaue Prüfung der Vereinbarkeit mit dem geltenden Baurecht.
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Vox-Fraktionschef Gonzalo García de Polavieja erklärte: „Wir werden die Islamisierung der Viertel unserer Stadt nicht zulassen.“ Nach seiner Auffassung benötigt der Stadtteil vor allem Investitionen in Verkehr, Schulen, medizinische Versorgung, öffentliche Sicherheit und Sauberkeit. Zudem fordert seine Partei eine Bürgerbefragung über das Bauvorhaben.
Der Streit beschäftigt inzwischen auch das Regionalparlament von Andalusien. Dort greift Vox das Projekt ebenfalls auf und fordert, die baurechtlichen Vorgaben strikt anzuwenden, bevor über den Bau endgültig entschieden wird. (mü)
Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0
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