Rätselhafter Tod: Starb Lindsey Graham durch eine russische Rakete?

Rätselhafter Tod: Starb Lindsey Graham durch eine russische Rakete?
Foto: Symbolbild

Washington/Kiew. Offiziell starb der republikanische US-Senator Lindsey Graham am letzten Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit in Washington. Doch mittlerweile kursieren auch Spekulationen über einen völlig anderen Hergang der Ereignisse. Sie stützen sich auf den Umstand, daß Graham am 10. und 11. Juli die Ukraine bereiste und dort unter anderem die Produktionsanlagen des Rüstungsunternehmens Sky Fall besichtigte, das Vampire-Drohnen, Shrike-FPV-Drohnen und P1-SUN-Abfangdrohnen herstellt. Zeitgleich griff Rußland Ziele der ukrainischen Rüstungsindustrie im Raum Kiew mit „Iskander“-Raketen und Marschflugkörpern an.

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Ukrainische Medien berichteten nach den Einschlägen: „Es gab keine Raketenwarnung, der Alarm ertönte erst nach dem Einschlag der Raketen.“ Kurz darauf erschienen die ersten englischsprachigen Meldungen über Grahams Tod. Sein Büro erklärte: „Am Samstagabend, dem 11. Juli, verstarb US-Senator Lindsey Graham nach kurzer, plötzlicher Krankheit. Die Familie von Senator Graham dankt Ihnen für Ihre Gebete in dieser schweren Zeit und bittet um Wahrung ihrer Privatsphäre.“

Die Chronologie der Ereignisse nährt Spekulationen. Von Kiew führt der übliche Reiseweg zunächst per Sonderzug zur polnischen Grenze und anschließend nach Warschau. Erst von dort wäre ein Rückflug nach Washington möglich gewesen. Rechnet man Fahr- und Flugzeiten zusammen, bleibt nur ein äußerst knappes Zeitfenster zwischen Grahams Aufenthalt in Kiew und der offiziellen Todesmeldung. Daraus leiten manche Beobachter die Vermutung ab, der Senator könne bereits vor seiner Rückkehr verstorben sein. Belege für diese Annahme gibt es freilich nicht.

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Graham galt nach dem Tod John McCains als einer der entschiedensten Gegner Rußlands im US-Kongreß. Er setzte sich für neue Strafmaßnahmen gegen Moskau ein und warb für sogenannte „höllische Sanktionen“, darunter Strafzölle von 500 Prozent gegen Staaten, die weiterhin Handel mit Rußland treiben. Kurz vor seiner Ukraine-Reise erklärte er: „Diesen Sommer ist es an der Zeit, alles zu geben, um Druck auf Putin auszuüben und ihn an den Verhandlungstisch zu bringen.“

Die amerikanische Journalistin Laura Loomer verweist zudem auf Äußerungen des russischen Philosophen und Geopolitikers Alexander Dugin, der nach ihrer Darstellung die Hinrichtung Grahams gefordert habe. Der russische Kanal „Kriegschronik“ (Vojennaja Chronika) schließlich resümierte: „Ob Grahams Tod eine direkte Folge des Einschlags einer Iskander-M-Rakete in sein Gehirn war, werden wir vielleicht nie erfahren. Die amerikanische Seite hat es jedenfalls nicht eilig, die Umstände seines Todes offenzulegen.“ (mü)

Image by Carolyn Booth from Pixabay/Gemeinfrei

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