Demonstranten protestieren gegen Migranten-Anlandungen: „Stop the boats!“
Portsmouth/London. In Großbritannien kocht die öffentliche Stimmung weiter wegen der anhaltenden illegalen Massenzuwanderung über den Ärmelkanal hoch. Am Sonntagabend verhinderten rund 500 Demonstranten zeitweise die Weiterfahrt von Bussen, die etwa 140 Migranten vom Kanal zu einem Aufnahmezentrum bringen sollten.
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Deren Boot war nach Angaben der französischen Behörden westlich der Baie de Seine entdeckt worden. Die Region gilt als eher ungewöhnlicher Ausgangspunkt für Migranten-Abfahrten. Frankreich setzte mehrere Rettungsboote, den Hochseeschlepper „Abeille Liberté“, Marinesoldaten, Militärsanitäter und zwei Hubschrauber ein. Das Boot setzte seine Fahrt dennoch in Richtung Großbritannien fort. Vor Hampshire übernahmen britische Küstenwache, Border Force, Polizei und Rettungsdienste. Ziel der Migranten war zunächst Portsmouth, anschließend sollten sie nach Manston in Kent gebracht werden.
An der Eastney Marina in Portsmouth formierte sich Protest gegen die bevorstehende Anlandung. Demonstranten versperrten die Zufahrten und riefen „Stop the boats“ und „Send them back“. Der Aktivist Daniel Thomas, bekannt als Danny Tommo, verbreitete die Aktion per Livestream. Schon am Vortag hatten mehrere hundert Menschen in Dover Zufahrten zum Fährhafen blockiert.
In Portsmouth setzte die Polizei Schilde ein und erließ eine sogenannte Dispersal Order. Verstärkung aus anderen Regionen wurde angefordert. Schließlich konnten die Migranten abtransportiert werden.
Die französische Küste in der Baie de Seine liegt rund 170 Meilen von Calais entfernt. Der britische Border Security Commander hatte zuletzt erklärt, Schleuser veränderten Ausrüstung und Routen der Illegalen – neben Dover könnten sich jetzt zunehmend weitere Fahrtrouten und Ankunftsorte etablieren. (mü)
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