Projekt „Replacement Clock“: So wird die weiße Weltbevölkerung verdrängt
Wien. Entwicklungen lassen sich graphisch und digital oft besser veranschaulichen als in geschriebener Form. Ein gutes Beispiel dafür ist die vor fast zwei Jahren ins Netz gestellte Seite „messerinzidenz.de“, die eine täglich aktualisierte Übersicht über die Messerkriminalität liefert.
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Jetzt gibt es außerdem die Internetplattform „Replacement Clock“, die langfristige Veränderungen der Bevölkerungsstruktur in Europa und weiteren westlichen Staaten nachvollziehbar machen soll. Das Projekt stammt von dem identitären Aktivisten und Autor Leo Piers. Die Website stellt historische Daten und Zukunftsprognosen für 45 überwiegend europäische beziehungsweise historisch von Menschen europäischer Abstammung geprägte Staaten in interaktiven Grafiken dar.
Die Anwendung verbindet Zeitreihen mit Prognosen und ermöglicht es, Entwicklungen einzelner Staaten ebenso wie weltweite Veränderungen über verschiedene Zeiträume hinweg nachzuvollziehen. Nach den veröffentlichten Berechnungen lag der Anteil der Bevölkerung europäischer Abstammung an der Weltbevölkerung 1950 noch bei 30,1 Prozent, heute dagegen nur noch bei 12,2 Prozent, je nach ethnischer Betrachtung teilweise bei acht bis neun Prozent. Bis zum Jahr 2100 wird ein Rückgang auf 5,8 Prozent vorhergesagt.
Piers erklärte auf X, er habe das Projekt begonnen, weil es keine zentrale Übersicht über vergleichbare demographische Daten westlicher Staaten gebe. Deshalb habe er vor rund einem halben Jahr eine eigene Datenbasis aufgebaut. Nach seinen Angaben beruht die Auswertung ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Quellen. Methodik, Datengrundlagen und Berechnungen seien vollständig offengelegt und könnten von den Nutzern nachvollzogen werden.
Kritik übt Piers daran, daß zahlreiche Staaten ethnische Bevölkerungsdaten entweder gar nicht oder nur eingeschränkt erfassen. So ist es in Frankreich sogar verboten, entsprechende Statistiken zu erheben. Zusätzlich erschwerten unterschiedliche Definitionen und Erhebungsverfahren internationaler Volkszählungen den Vergleich über längere Zeiträume. Dabei sei die Zusammensetzung der Bevölkerung „eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse und kein geschütztes Geheimnis“.
In den sozialen Medien stieß die Veröffentlichung auf breite Resonanz. Elon Musk kommentierte die Seite mit: „Interessant“. Zustimmung kam außerdem von Jared Taylor, Herausgeber des US-Magazins „American Renaissance“. Er sprach von einer eindrucksvollen Visualisierung der Verdrängung der weißen Bevölkerung und lobte, Piers habe mit der Plattform einen wichtigen Beitrag geleistet. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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