Orbán rechnet ab: Der Zug der EU rast in Richtung Abgrund

Orbán rechnet ab: Der Zug der EU rast in Richtung Abgrund
Foto: Symbolbild

Kötce. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kötcse eine düstere Zukunft für die Europäische Union beschworen. Er warf ihren Institutionen Schwäche und Zersplitterung, ihrer politischen Elite abwegige Ziele vor.

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Orbán erklärte, die EU befinde sich in einem Zustand der Desintegration. „Und wenn das so weitergeht, was sehr wahrscheinlich ist, dann wird die Geschichte der Europäischen Union als das traurige Ergebnis eines edlen Versuchs in die Geschichte eingehen“, warnte er. Selbst ein verabschiedeter Haushalt für 2028-35 könne „der letzte sein, wenn alles so weitergeht wie bisher“. Die Folge sei, daß „die Eurozone auseinanderbrechen wird. Dies wird ein chaotischer und kostspieliger Prozeß sein.“

Als Beleg für den Niedergang führte Orbán an, daß „die Europäische Union schwach ist und auch schwach bleiben wird“. Die europäische Wirtschaft werde kaum wieder auf die Beine kommen. In Deutschland habe der Kanzler das „Ende des Wohlstandstraums” erklärt, in Frankreich herrsche eine anhaltende Regierungskrise. Positiv wertete er dagegen die Entwicklung in Polen, wo sich die „liberale Unterdrückung” ihrem Ende zuneige.

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Orbán kritisierte zudem die Entwicklung „gemischter Gesellschaften“ in Europa. Diese führten zum „Ende einheitlicher Rechtssysteme“ und zur „Einführung des islamischen Rechtssystems neben dem christlichen“. „Was geht mit parallelen Gesellschaften einher? Parallele Rechtssysteme“, schlußfolgerte er und sagte einen Zerfall der öffentlichen Ordnung voraus.

Für Ungarn sieht der Regierungschef zwei Wege: entweder man hänge sich an den „Zug der Europäischen Union in Richtung Abgrund“ und akzeptiere deren Politik. Oder das Land halte an seinem eigenen Modell fest – mit einer nationalen Wirtschafts- und Energiepolitik, der Ablehnung von Migration und einer strategischen Partnerschaft statt einer fixen EU-Mitgliedschaft für die Ukraine. Orbán betonte, seine Regierung habe stets getan, was sie sagte, und verwies auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, Steuersenkungen und die Verweigerung der Aufnahme von Migranten. (mü)

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Kommentare 2

Schmidt Monika

ich denke Victor Orban hat größtenteils recht, seine Politik zieht auf nationale Eigenständigkeit ab, die EU hingegen ist schwach, und Deutschland ist Kriegstreiber Nr.1….und die Wirtschaft schwächelt Dank verfehlten Energiepolitk…

Bernd Sydow

Als in der Ära de Gaulle-Adenauer die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) als Nachfolgeorganisation der Montanunion gegründet wurde, war die Welt des europäischen Abendlandes noch in Ordnung. Von de Gaulle stammt der legendäre Satz „Das zukünftige Europa muß ein Europa der Vaterländer sein“. Davon ist längst keine Rede mehr, die heutige Europäische Union (EU) hat sich bis zur Unkenntlichkeit zum Negativen hin verändert. Bereits vor geraumer Zeit beklagte ein Kölner Kardinal (verstorben) eine fortschreitende Degeneration (Entartung) vor allem der deutschen Gesellschaft. Für den russischen Philosophen Alexander Dugin – und nicht nur für ihn – ist der Liberalismus eine gefährliche Ideologie, stattdessen ist für die politische „Elite“ Deutschlands nur eine liberale Demokratie eine wahre Demokratie. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat jüngst der Europäischen Union eine düstere Zukunft prophezeit. Damit hat er wiedereinmal gesunden Menschenverstand und Klarsichtigkeit bewiesen! Die Verantwortung für die wirtschaftliche „Talfahrt der EU“ hat zweifelsohne die EU-Kommission in Brüssel mit ihrem aufgeblähten Beamtenapparat. Sie interessiert doch nur das Wohlergehen ihres technokratischen Machtkartells, wie es den europäischen Durchschnittsbürgern geht, ist ihr völlig egal. Vielleicht sollte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mal ab und zu an das Schicksal der französischen Königin Marie-Antoinette denken!

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