Neues Illegalen-Einfallstor: Nicht nur Touristen mögen Sardinien
Cagliari/Rom. Auf der bei Touristen beliebten Mittelmeerinsel Sardinien häufen sich in letzter Zeit Begegnungen der eher unangenehmen Art. Dieser Tage endete ein Badeausflug beinahe tödlich: eine 17jährige Touristin wurde von einem mit hoher Geschwindigkeit fahrenden Motorboot erfaßt - an Bord befanden sich mehrere junge Männer aus Algerien. Der Unfall ereignete sich vor Chia im Süden der Insel und wurde von Zeugen dokumentiert. Die schwer verletzte Jugendliche verlor zeitweise das Bewußtsein und wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Brotzu nach Cagliari gebracht.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Das Boot setzte seine Fahrt nach dem Zusammenstoß fort und steuerte den Strand von Tuerredda an. Dort gingen die Insassen an Land und wurden wenig später von Polizei und Carabinieri aufgegriffen. Der mutmaßliche Steuermann, ein 28jähriger Algerier, wurde festgenommen. Gegen ihn wird unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und schwerer Körperverletzung ermittelt.
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Vielmehr ist nach den Kanarischen Inseln jetzt auch Sardinien auf dem besten Wege, zum weiteren Asylanten-Einfallstor nach Europa zu werden. Allein im Juli 2026 registrierten die italienischen Behörden 2.179 Illegale, die über das Meer auf der Insel anlandeten.
Anfang August meldete die italienische Polizei zudem die Zerschlagung eines Netzwerks in Cagliari. Nach Ermittlerangaben organisierte die Gruppe mindestens fünf Überfahrten mit mindestens 60 Migranten. Das Netzwerk der Gruppe soll von Algerien über Sardinien bis nach Marseille gereicht haben. In Algerien wurden demnach Migranten angeworben und Abfahrten vorbereitet, auf Sardinien folgten Aufnahme und weitere Logistik. In Marseille soll ein Finanzier tätig gewesen sein.
Auch Algerien verstärkt inzwischen seine Maßnahmen. Zwischen dem 12. und 18. August verhinderten algerische Behörden nach eigenen Angaben 223 illegale Ausreisen über das Meer und griffen weitere 211 illegale Migranten im Landesinneren auf. Die Regierung kündigte zusätzliche Küstenkontrollen an. Die Betroffenen werden in Algerien als „Harraga“ bezeichnet, eine Bezeichnung für Menschen, die ihre Papiere verbrennen und über Schlepperrouten nach Europa weiterreisen. (mü)
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare 0
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!