München wollte einen grünen OB: Jetzt kommt die Hitze-Apokalypse
München. Bei der letzten Kommunalwahl im März wählten sich die Münchner einen grünen Oberbürgermeister, den 35jährigen Dominik Krause. Wie bestellt, so geliefert: wenig überraschend, wird die bayerische Landeshaupstadt nun prompt von der Hitze-Apokalypse heimgesucht. Zumindest sieht das die grün-rote Stadtverwaltung so: sie hat jetzt angesichts der hochsommerlichen Temperaturen die Münchner Brunnen außer Betrieb genommen und noch zahlreiche weitere Verbote verhängt. Offiziell soll so der Trinkwasserverbrauch gesenkt und die Bevölkerung für einen möglichen Wassermangel sensibilisiert werden. Andere sehen darin vor allem grüne Verbotspolitik zulasten der Bürger.
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Betroffen ist unter anderem der Fischbrunnen am Marienplatz, dessen Geschichte bis ins Jahr 1318 zurückreicht. Erstmals bleibt der Brunnen nun trocken; die Pumpen wurden abgeschaltet und das Becken abgedeckt.
Insgesamt stellte die Stadt elf besonders wasserintensive Zierbrunnen ab, darunter den Neptunbrunnen sowie die Kaskaden an der Münchner Freiheit. Dadurch sollen 43 Prozent des gesamten Brunnenwasserverbrauchs eingespart werden. Weitere 56 Brunnen laufen nur noch zwischen 10 und 20 Uhr. Als Begründung nennt die Stadt ein trockenes Frühjahr, eine außergewöhnliche Hitzewelle sowie einen Trinkwasserverbrauch, der zeitweise bis zu 20 Prozent über dem üblichen Niveau gelegen habe. Zusätzlich verzichtet die Stadtverwaltung auf das Fensterputzen in öffentlichen Gebäuden. Und wer tagsüber seinen Rasen bewässert oder sein Auto privat wäscht, dem drohen saftige Bußgelder.
Nur: ein höherer Wasserverbrauch ist im Sommer normal. Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge, argumentieren Kritiker der grünen Erziehungs-Agenda, müsse es eigentlich sein, die Versorgung der Bevölkerung auch unter erhöhter Belastung sicherzustellen.
Letztlich ist die vom grünen OB dekretierte Wassernot ist pure Klima-Propaganda. Die Region rund um München verfügt über genügend Wasserressourcen; saisonale Schwankungen der Grundwasserstände sind seit jeher der Normalfall. Die Stillegung historischer Brunnen schafft deshalb nicht mehr Sicherheit, sondern verschärft ausgerechnet an heißen Tagen die Belastung für die Bevölkerung. Doch das haben sich die Münchner mit ihrem Wahlverhalten im März letztlich selber zuzuschreiben. (rk)
Bild von Tibor Janosi Mozes auf Pixabay/Gemeinfrei
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