„Moderner Konservatismus“ der CDU: „Der CSD gehört zur DNA Berlins.“

„Moderner Konservatismus“ der CDU: „Der CSD gehört zur DNA Berlins.“
Foto: Symbolbild

Berlin. Auch für die vermeintlich „konservative“ Union gehört der allgegenwärtige LGBT-Kult längst zum guten Ton. Sowohl in München wie in Berlin bettelten Vertreter der Union in den letzten Jahren immer wieder regelrecht darum, beim jährlichen Schwulen-Schaulaufen, dem „Christopher Street-Day“, dabeisein zu dürfen. 

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Stefan Evers, designierter Spitzenkandidat der Berliner CDU, macht da keine Ausnahme. Er beschrieb sich dieser Tage im Gespräch mit der FAZ als Vertreter eines „modernen Konservatismus“ und verteidigt im gleichen Atemzug die Entscheidung, daß die Staatskanzlei mit einem eigenen Wagen beim Berliner Christopher Street Day Präsenz zeigt. Evers erklärte: „Der CSD gehört zur DNA Berlins.“ Die Kritik von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die darin einen Verstoß gegen die staatliche Neutralitätspflicht sieht, weist er zurück: „Die Union ist eine Volkspartei. Deshalb halten wir unterschiedliche Auffassungen aus. In dieser Frage bin ich klar: der CSD steht für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde. Dafür tritt unser Berlin sichtbar ein.“

Der Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner aus dem Wahlkampf hatte den Weg für Evers freigemacht. Wegner war unter Druck geraten, nachdem bekannt geworden war, daß er am ersten Tag des großen Stromausfalls im Januar mehrfach falsche Angaben zu seiner Anwesenheit im Krisenfall gemacht hatte.

Evers, der derzeit Finanzsenator ist, kündigt an, eine „linksgrüne Regierung in Berlin“ verhindern zu wollen: „Die Linkspartei will mit ihrer Enteignungspolitik unsere Soziale Marktwirtschaft zerstören, sie hat ein Antisemitismusproblem, sie will unsere Polizei schwächen.“ Wer das ablehne, müsse deshalb die CDU wählen. Wer aber keinen Regierenden Bürgermeister beim Christopher-Street-Day herumhüpfen sehen mag, für den ist das keine Option. (rk)

Bildquelle: Wikimedia/Olaf Kosinsky/CC BY-SA 3.0 de (Bildformat bearb.)

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