Meinungswächter schlagen wieder zu: Erlanger Bergkirchweih verbannt Party-Hits

Meinungswächter schlagen wieder zu: Erlanger Bergkirchweih verbannt Party-Hits
Foto: Symbolbild

Erlangen. Gesinnungswächter und politisch korrekte Zensoren gibt es inzwischen nahezu in jeder Gemeinde – die einschlägigen Denunzianten-Netzwerke haben sich längst wie Mehltau über das ganze Land gelegt. Deshalb überrascht es nicht, daß die Aufpasser auch dort mit Argusaugen aufpassen, wo die Menschen eigentlich nur feiern und gute Laune haben wollen.

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Anläßlich der Erlanger Bergkirchweih hat die örtliche Gleichstellungsstelle den Wirten des Volksfestes jetzt eine Liste mit zwölf Titeln übermittelt, die nach Auffassung der Behörde wegen „sexistischer“ oder frauenfeindlicher Inhalte künftig nicht mehr gespielt werden sollen.

Das traditionsreiche Fest, das vom 21. Mai bis zum 1. Juni stattfindet, gilt als eines der größten Volksfeste Bayerns. Schlager, Ballermann-Hits und Mitsing-Klassiker gehören in den Bierzelten einfach dazu. Für etliche dieser Lieder soll nun Schluß sein.

Im ihrem Schreiben verfügt die Gleichstellungsstelle im Gutsherrenton: „Im folgenden finden Sie eine Liederauswahl der Gleichstellungsstelle, die aufgrund sexistischer oder frauenfeindlicher Inhalte auf der Erlanger Bergkirchweih keinen Platz haben.” Auf der Liste stehen unter anderem „Layla“ von DJ Robin & Schürze, „Nein heißt ja“ von G.G. Anderson, das „Donaulied“ in verschiedenen Versionen, „Joana (du geile Sau)“ von Peter Wackel sowie „10 nackte Friseusen“ und „Geh mal Bier hol’n“ von Micki Krause.

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Auch Titel wie „20 Zentimeter“ von Mirja Boes, „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang oder „Olé, wir fahr’n in’ Puff nach Barcelona“ sollen nach dem Willen der Gleichstellungs-Zensoren künftig nicht mehr zu hören sein.

Die Behörde läßt durchblicken, daß ihre schwarze Liste nur der Anfang ist – und daß die Mitarbeit „zivilcouragierter“ Denunzianten willkommen ist. In ihrem Schreiben heißt es weiter: „Diese Liste ist nicht abschließend und kann jederzeit ergänzt werden. Auch Sie können uns gerne weitere Titel nennen.” Eine Stellungnahme zu den Auswahlkriterien der künftig verfemten Lieder blieb die Stadt Erlangen bislang schuldig. (rk)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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Kommentare 2

Carsten

Habt Ihr Euch die „Lieder“ mal komplett angehört? Ich vermute: Nein. Macht das doch mal. Dann seht Ihr das vielleicht anschließend etwas anders. Liebe patriotische Grüße: Carsten

Der tut nix

Um das mal bayowarisch zu sagen, ,,des iss a großer Schmarrn!!! Die westlichen Bundesländer mit Ihren Gesinnungswächtern sind auf einem Weg der schlimm ist!!! So schlimm war es nicht mal in dem Teil Deutschland’s den manche gern verteufeln.

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