Linksextreme Gewalt in Hamburg nimmt massiv zu: „Gewalttäter fühlen sich pudelwohl“

Linksextreme Gewalt in Hamburg nimmt massiv zu: „Gewalttäter fühlen sich pudelwohl“
Foto: Symbolbild

Hamburg. Die Hansestadt entwickelt sich zunehmend zu einem weiteren „hot spot“ linksextremistischer Gewalt. Nach Angaben des Senats stieg die Zahl entsprechender Gewaltdelikte von 16 im Jahr 2024 auf 44 im Jahr 2025 – ein Plus von 175 Prozent. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des AfD-Fraktionsvorsitzenden Dirk Nockemann hervor. Insgesamt registrierten die Behörden 929 Straftaten aus dem linken politischen Spektrum, nach 564 im Vorjahr. 275 davon wurden als extremistisch eingestuft; 2024 waren es 156.

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Auch die Zahl der Betroffenen wuchs deutlich: von drei auf 20, darunter sieben Polizeibeamte. Für 2026 weist die Statistik bis Anfang Oktober erneut 20 Betroffene aus, darunter vier Polizisten. Zugleich nahmen Angriffe auf politische Einrichtungen erheblich zu. Die Zahl linksextremistischer Straftaten gegen Parteien kletterte von 28 auf 103. Bei Delikten gegen Mandatsträger verfünffachte sie sich von vier auf 20; Angriffe auf Parteieinrichtungen stiegen von drei auf zehn.

Die Aufklärung hinkt deutlich hinter dem Anstieg der Straftaten hervor. 2025 klärte die Polizei lediglich 14 der 44 linksextremistischen Gewaltdelikte auf – das sind 31,8 Prozent. Bis zum 6. Oktober 2026 wurden insgesamt 308 Straftaten der „politisch motivierten Kriminalität links“ erfaßt, darunter 146 extremistische Delikte und 21 extremistische Gewalttaten.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Dirk Nockemann wirft dem Senat Versagen vor. „Hamburg bleibt eine Linksextremismus-Hochburg, in der sich linke Gewalttäter pudelwohl fühlen“, erklärte er. Er fordert eine konsequentere Strafverfolgung und Maßnahmen gegen die Finanzierung linksextremistischer Strukturen.

Der Senat verweist dagegen auf ein bereits 2019 vorgestelltes Bekämpfungskonzept sowie Präventions- und Ausstiegsangebote. Ausweislich der aktuellen Zahlen haben sie sich nicht wirklich als Erfolgsrezept erwiesen. (rk)

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