Linke drehen frei: AfD mehr als andere Parteien Opfer von politischer Gewalt

Linke drehen frei: AfD mehr als andere Parteien Opfer von politischer Gewalt
Foto: Symbolbild

Berlin. Aktuelle Zahlen bestätigen einen besorgniserregenden Trend – und er verträgt sich nicht gut mit den penetranten Toleranz- und Demokratie-Bekundungen vor allem aus dem linken Spektrum: die AfD ist mehr als jede andere im Bundestag vertretene Partei Opfer politischer Gewalt. Nach Angaben der Bundesregierung wurden allein ersten Halbjahr 2026 insgesamt 499 Delikte gegen Parteirepräsentanten und Mitglieder erfaßt. 193 davon betrafen die AfD. Es folgten die CDU mit 121 Fällen, Grüne mit 63, SPD mit 61, Linke mit 32 und CSU mit 20. Die Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage hervor.

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Ein Fall ereignete sich am 7. Februar in Tübingen. Zwei AfD-Unterstützer im Alter von 54 und 21 Jahren brachten Wahlplakate an, als eine etwa achtköpfige Gruppe Unbekannter auftauchte. Nach einem Wortgefecht wurden beide Männer mit Pfefferspray angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei stellte später fest, daß auch AfD-Plakate heruntergerissen worden waren.

Die AfD liegt nicht nur bei Straftaten gegen ihre Mitglieder vorn. Auch ihre Parteibüros und andere Einrichtungen waren überdurchschnittlich häufig betroffen. Von 19 im ersten Halbjahr registrierten Gewalttaten gegen Parteivertreter richteten sich zwölf gegen AfD-Angehörige. In drei Vierteln dieser Fälle ermittelte die Polizei gegen Tatverdächtige aus dem linken Spektrum.

Bei Beschädigungen von Wahlplakaten ist ein ähnlicher Trend sichtbar. Bis Ende Juni wurden bundesweit 2.677 Straftaten erfaßt. 730 davon galten AfD-Plakaten, 447 Plakaten der Grünen und 347 denen von CDU beziehungsweise CSU. Ein erheblicher Teil konnte keinem politischen Spektrum eindeutig zugeordnet werden.

Bei der politisch motivierten Kriminalität insgesamt wurden 2025 mit 85.837 Fällen mehr als doppelt so viele Straftaten registriert wie zehn Jahre zuvor. Linksextrem motivierte Delikte nahmen in diesem Zeitraum um etwa 35 Prozent zu. Hinweise auf „systematische, organisierte Formen der Einschüchterung oder der Bedrohung“ gegen die AfD und ihre potentiellen Wähler liegen der Bundesregierung nach eigenen Angaben nicht vor. (rk)

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