Kein Ende des Höhenfluges: AfD jetzt neun Prozent vor der Union
Berlin. Das wird jetzt richtig eng für die Union: bei der jüngsten YouGov-Erhebung verlieren CDU und CSU gegenüber der letzten Befragung Mitte Mai weitere zwei Prozent und kommen damit nur noch auf 20 Prozent. Einen derart schwachen Wert hatte die Union in dieser Umfragereihe zuletzt im September 2021 unmittelbar vor der Bundestagswahl erzielt, bei der Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gegen Olaf Scholz unterlag.
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Die AfD setzt hingegen ihren Aufwärtstrend fort und verbessert sich um ein Prozent auf nunmehr 29 Prozent. Damit erreicht sie den höchsten Wert, der jemals von YouGov für die Partei gemessen wurde. Zugleich wächst der Abstand zur zweitplazierten Union auf neun Prozent. Einen größeren Vorsprung zwischen beiden Parteien hat bislang kein Meinungsforschungsinstitut registriert.
Auch der Vergleich mit anderen Erhebungen bestätigt den Trend. Bei Insa liegt die AfD derzeit ebenfalls bei 29 Prozent, die Union bei 22 Prozent. Der bislang größte Abstand betrug dort acht Prozent. Forsa ermittelte zuletzt 27 Prozent für die AfD und 22 Prozent für die Union, ein Vorsprung von sechs Prozent. Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen kamen auf geringere Differenzen von vier beziehungsweise zwei Prozentpunkten.
Für die Umfrage befragte YouGov zwischen dem 12. und 15. Juni insgesamt 1793 Personen. (rk)
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Kommentare 3
Leider noch 15-20 % zu wenig um Deutschland retten zu können !
In diesem Jahr finden noch drei Landtagswahlen statt: Sachsen-Anhalt am 6.September Mecklenburg-Vorpommern am 20.September Berlin (Abgeordnetenhaus) ebenfalls am 20.September Nach der aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov liegt die AfD mit sensationellen neun Prozent vor der CDU/CSU. (Bei den übrigen Instituten ist der Abstand geringer). Das wird jetzt richtig eng für die Union.(Artikel, erster Satz). Für AfD-Wähler aber heißt es: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! Bis zu den Landtagswahlen im Herbst wird freilich noch viel Wasser den Rhein bzw. die Spree hinunterfließen. Da bleibt für das Altparteien-Kartell leider noch genug Zeit, sich so manchen fiesen Trick einfallen zu lassen, um der AfD zu schaden. Oft bedarf es dazu gar keines „fiesen Tricks“. Hier zwei Beispiele: Im Bundestag werden Anträge der AfD-Fraktion meist nur deshalb abgelehnt, weil sie von der AfD-Fraktion gestellt wurden. Laut Geschäftsordnung des Bundestages hat jede Fraktion Anspruch auf den Posten eines Bundestagsvizepräsidenten. Der betreffende Kandidat muß allerdings zusätzlich vom Plenum mehrheitlich gewählt werden. Was diese Wahl für einen Sinn hat, wo doch jede Fraktion laut Geschäftsordnung besagten Anspruch hat, erschließt sich mir nicht. So dürfte es nicht verwundern, daß jeder AfD-Kandidat bisher abgelehnt wurde, auch wenn er für diesen Posten bestens geeignet ist!
Bitte meinen Kommentar von 11:30 löschen – war ein Versehen!