JD Vance mit kluger Einsicht: US-Interventionen führen zu Flüchtlingsströmen
Washington. Bemerkenswert kritisch sich hat US-Vizepräsident JD Vance über die weltweite Interventionspolitik der früheren demokratischen US-Regierungen geäußert – und gleichzeitig vor möglichen neuen Flüchtlingsströmen gewarnt. In einem Gespräch im Podcast von Joe Rogan warnte er davor, eine Eskalation im Krieg mit Iran könnte eine Migrationswelle auslösen, die Europa und die Vereinigten Staaten in bisher ungekanntem Ausmaß treffen könnte. Vance sprach von bis zu 94 Millionen Menschen, die ihre Heimat verlieren könnten, sollte sich der Krieg ausweiten.
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Er sagte: „Wie liegt es im besten Interesse Amerikas, daß 94 Millionen verzweifelte Menschen nach Europa strömen, in die Vereinigten Staaten strömen und eine Terrorinfrastruktur schaffen, während Terroristen auf der ganzen Welt verstreut werden?“ Dann merkte Vance vielsagend an: „Wir haben dieses Experiment bereits durchgeführt.“
Er verwies auf die früheren US-Interventionen im Nahen Osten, die allesamt nur Instabilität erzeugt hätten. Als Beispiele nannte er Libyen nach dem Jahr 2011 sowie den syrischen Bürgerkrieg, der Millionen Menschen zur Flucht gezwungen habe. Diese Erfahrungen seien Beweis genug dafür, daß Militäreinsätze häufig langfristige Folgen hätten, die weit über die Region hinausreichten.
Der Vizepräsident kritisierte zudem Politiker aus den eigenen Reihen, die er als „konservative Hardliner“ bezeichnete. Sie blockierten diplomatische Bemühungen gegenüber Teheran und setzten stattdessen auf einen langanhaltenden Krieg. Vance erwähnte den früheren Vizepräsidenten Mike Pence und sagte: „Wenn man sich ansieht, was sie tatsächlich vorschlagen, wollen sie nur, daß die Militärkampagne ewig weitergeht, und sie können nicht einmal artikulieren, was sie erreichen wollen.“
Allerdings: ein nachvollziehbares Kriegsziel hat auch der derzeitige Präsident Donald Trump für seinen Krieg gegen Iran bislang nicht formuliert. Auch er scheint nun nur noch auf einen verlustreichen Schlagabtausch mit Iran zu setzen, nachdem er jüngst den Waffenstillstand mit Teheran einseitig aufgekündigt und den Krieg Ende Februar zusammen mit Israel vom Zaun gebrochen hat. (mü)
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