Islamisierung in der Provinz: Eine Groß-Kita für den muslimischen Nachwuchs

Islamisierung in der Provinz: Eine Groß-Kita für den muslimischen Nachwuchs
Foto: Symbolbild

Neumünster. In Neumünster entsteht die erste Moschee-Kindertagesstätte Schleswig-Holsteins. Auf einem 2500 Quadratmeter großen Grundstück direkt neben der Merkezefendi-Moschee baut der Moscheeverein die Kita „Sonnenblume“ – vier Gruppen für bis zu 60 Kinder, dazu ein Schülerwohnheim in den oberen Etagen.

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Der Bau begann im Februar. Die Ratsversammlung von Neumünster hatte im Sommer 2024 zugestimmt. Finanziert wird das Projekt vom Verband der Islamischen Kulturzentren in Köln, dem der Trägerverein angehört. Die Moschee selbst wird von der türkischen DITIB betrieben.

Die Kita ist für Kinder aller Konfessionen offen, betont der Verein. Als Alltagssprache ist Deutsch vorgesehen – die „Sandkastensprache“, wie ein Verantwortlicher sagt. Die Moschee mietet die Flächen an und übernimmt den Betrieb.

Im Schülerwohnheim, das in den drei oberen Geschossen entsteht, geht es nach Darstellung des Bundesverbands um mehr als bloße Unterbringung. „Sinn und Zweck der Wohnheime ist es, den bildungsorientierten, kulturellen, sozialen und pädagogischen Bedürfnissen der Jugendlichen zu entsprechen“, heißt es auf der Website. Im Vordergrund stehe die Förderung der schulischen Entwicklung. „Daneben sind die Vermittlung von Grundkenntnissen zum Islam und von religiösen Werten wichtige Aspekte. Die Schüler haben die Möglichkeit zur Teilnahme am gemeinsamen Gebet und am Religionsunterricht.“

Der Bau soll im Herbst 2027 abgeschlossen sein. Dann werden in Neumünster Kinder zwischen Krabbelgruppe und Koranunterricht aufwachsen. (rk)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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