Iran ist nicht Venezuela: Trump wollte Führung der Revolutionsgarden bestechen

Iran ist nicht Venezuela: Trump wollte Führung der Revolutionsgarden bestechen
Foto: Symbolbild

Washington/Teheran. Die US-Diplomatie hat sich offenbar einen handfesten Rohrkrepierer geleistet. Nach Angaben einer Quelle der geopolitischen Internetplattform „Transition Procol“ soll das Weiße Haus versucht haben, die iranische Führung mit finanziellen Angeboten zu spalten. Konkret zielte die Aktion auf den Kommandeur der Revolutionsgarden, General Ahmad Vahidi, sowie weitere hochrangige Vertreter der IRGC. Mit „Milliarden von Dollar“ sollten Mitglieder der militärischen Führung zu einer Abkehr von der Regierung in Teheran bewegt werden. Vahidi habe das Angebot abgelehnt.

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Nach Darstellung der Quelle war im Mai 2026 über Nechirvan Barzani, den Präsidenten der kurdischen Autonomieregion im Irak, ein Kontaktkanal hergestellt worden. Die damalige US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard habe Barzani mit Zustimmung Trumps und Vizepräsident JD Vance kontaktiert. Über Erbil sei anschließend eine verschlüsselte Verbindung zu Vahidi hergestellt worden. Nach einer mehrmonatigen Unterbrechung soll Washington den Kanal für einen weitergehenden Versuch genutzt haben, die iranische Führung von innen aufzubrechen.

Als Vorbild galt offenbar das amerikanische Vorgehen in Venezuela Anfang Januar. Das „Modell Venezuela“ läuft demnach darauf hinaus, die zentrale Führung zu isolieren, Personen aus ihrem Umfeld zur Zusammenarbeit zu bewegen und damit eine Spaltung des Machtapparats in die Wege zu leiten. Nur: Venezuela ist nicht Iran. Die Möglichkeit, daß im Iran scheitern mußte, was in Venezuela funktionierte, hatte man im Weißen Haus offenbar nicht auf dem Radarschirm.

Vahidi gilt als zentrale Figur innerhalb der iranischen Revolutionsgarden. Nach Angaben der Quelle wollte die US-Regierung damit Zugang zur höchsten Ebene des iranischen Sicherheitsapparats gewinnen. Will man „Transition Procol“ glauben, scheiterte der Versuch auf ganzer Linie. (mü)

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