Immer mehr Gottesdienststörungen: Probt der Islam die Machtübernahme?
Wien. In Wien sorgen immer häufiger Berichte über muslimische Jugendliche, die christliche Gottesdienste stören und „Allahu Akbar“ rufen, für Empörung und Diskussionen. Besucher sollen sich bedroht gefühlt haben. Die Diözese Wien verzichtete bislang auf Strafanzeigen und will sich nicht weiter äußern, um „die Stimmung nicht weiter aufzuheizen“, wie es heißt. Im kirchlichen Umfeld ist von „jugendlichem Übermut“ die Rede.
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Aber: die Vorfälle werfen eher die Frage auf, wie konsequent die österreichische „Zivilgesellschaft“ auf Störungen religiöser Veranstaltungen reagiert – und ob hier nicht vielmehr die Vorboten einer offenen islamischen Machtübernahme zu sehen sind. Wer vorsätzlich einen Gottesdienst stört, stellt die Grenzen der gesellschaftlichen Toleranz auf die Probe. Manche Beobachter wollen hinter den Vorfällen eine organisierte islamistische Strategie sehen.
In Österreich ebenso wie in Deutschland schützt das Recht die freie Religionsausübung aller Menschen. § 189 des österreichischen Strafgesetzbuches stellt die Störung einer Religionsübung unter Strafe; möglich sind bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe. Zur Religionsfreiheit gehört auch Schutz vor Einschüchterung – unabhängig davon, welche Religion betroffen ist. Im Zweifelsfall muß der Rechtsstaat seine Regeln konsequent anwenden, wenn er nicht über kurz oder lang den kürzeren ziehen will. Die große Frage ist, ob die österreichische Gesellschaft dazu bereit ist. Dabei wäre gerade Wien prädestiniert, die richtige Entscheidung zu treffen: zweimal, 1529 und 1683 brach sich an ihren Mauern der Eroberungswille des Islam. Es wird kein Weg daran vorbeiführen, ihm auch im Inneren seine Grenzen aufzuzeigen. (rk)
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