Hunger als Waffe: JPMorgan warnt vor Nahrungsmittelkrise 2027

Hunger als Waffe: JPMorgan warnt vor Nahrungsmittelkrise 2027
Foto: Symbolbild

New York. Die größte US-Bank rechnet für 2027 mit einer weltweiten Nahrungsmittelkrise. JPMorgan führt die erwartete Entwicklung vor allem auf die durch den Iran-Krieg verursachte Düngemittelknappheit sowie einen sich verstärkenden Super-El-Niño-Effekt zurück. Darüber berichtete die „International Business Times“.

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Ein von der in London tätigen Chefökonomin Nora Szentivanyi geleitetes JPMorgan-Team beschreibt demnach in einem Bericht zwei zentrale Risikofaktoren. „Störungen in der Straße von Hormus und das Auftreten eines potentiell historischen El Niño“ könnten die Ernten beeinträchtigen, die landwirtschaftliche Produktion drosseln und die Lebensmittelinflation bis Mitte 2027 auf hohem Niveau halten.

Nach den Berechnungen der Bank könnten die weltweiten Nahrungsmittelpreise um etwa 1,3 bis 1,5 Prozent zulegen. Als historischer Vergleichswert werden 0,7 Prozentpunkte genannt. Als besonders empfindlichen Bereich nennt die Analyse die Versorgung mit Düngemitteln. Reis, Zucker, Kaffee und Kakao könnten dem Bericht zufolge besonders stark betroffen sein.

Bereits seit Monaten warnen kritische Journalisten und Aktivisten vor einer solchen Entwicklung. Im April prognostizierte der Finanzjournalist Ernst Wolff steigende Lebensmittelpreise und hielt auch eine Hungerkatastrophe für möglich. Nach seiner Darstellung könnten Milliardäre wie Bill Gates und Jeff Bezos, große US-Konzerne sowie Investmentgesellschaften wie BlackRock und Vanguard von der Entwicklung profitieren.

Im Mai äußerte sich auch Mike Adams, Gründer von „Natural News“, zu den möglichen Folgen einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus. Bis 2027 könnten nach seiner Einschätzung Millionen Menschen verhungern. Adams vertrat die Auffassung, eine solche Hungersnot werde gezielt herbeigeführt, und erklärte: „Hunger ist die perfekte Waffe.“ (mü)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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