Europas offene Flanke: Mehr als 750 Migranten vor den Kanaren gestoppt
Santa Cruz de Tenerife. Nicht erst der Illegalen-Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta hat in Erinnerung gerufen, daß das westliche Mittelmeer unverändert eine der offenen Flanken Europas ist. Dasselbe gilt auch für die Route über die Kanarischen Inseln, über die fast permanent Illegale nach Europa gelangen.
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Jetzt haben Sicherheitskräfte vor der westafrikanischen Küste innerhalb weniger Tage mehr als 750 Illegale auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln abgefangen oder gerettet. Die senegalesische Marine stoppte am Samstag ein Boot mit 210 Migranten an Bord. Bereits am Donnerstag hatten senegalesische Einsatzkräfte vor der Küste 246 Menschen aufgegriffen.
Zuvor war auch die Küstenwache Mauretaniens im Einsatz. Nach eigenen Angaben retteten die Behörden am Mittwoch 315 Menschen aus einem Holzboot.
Die Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln zählt weiterhin zu den wichtigsten Einfallstoren der illegalen Zuwanderung nach Europa. Immer wieder versuchen Menschen von Senegal, Mauretanien, Gambia und anderen Staaten Westafrikas aus, die zu Spanien gehörende Inselgruppe zu erreichen. Von der senegalesischen Küste aus beträgt die Strecke über den Atlantik rund 1500 Kilometer.
Nach dem Rekordjahr 2024 ist die Zahl der Ankünfte auf den Kanaren allerdings gesunken. Nach UN-Angaben erreichten bis Mitte Juli dieses Jahres rund 4400 Menschen die Inseln. Als Ursachen für den Rückgang gelten verstärkte Kontrollen entlang der westafrikanischen Küsten sowie Vereinbarungen der EU und Spaniens mit Staaten in Nord- und Westafrika. Die jüngsten Einsätze vor Senegal und Mauretanien zeigen gleichwohl, daß weiterhin größere Gruppen versuchen, über den Atlantik die Kanarischen Inseln und damit EU-Territorium zu erreichen. (mü)
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