Fünf Jahre nach dem Tod von George Floyd: Elon Musk fordert Freilassung von Derek Chauvin
Minneapolis. Derek Chauvin ist heute weitgehend vergessen. Der ehemalige Polizist, der den Tod des schwarzen Serienverbrechers George Floyd im Mai 2020 verschuldet haben soll, wurde 2021 wegen Mordes zu 22,5 Jahren Haft verurteilt. Jetzt fordert Elon Musk seine Freilassung.
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Floyd war Ende Mai 2020 festgenommen worden, nachdem ihm vorgeworfen worden war, in einem Geschäft mit Falschgeld bezahlt zu haben. Nach einer Auseinandersetzung fixierte der damals 45jährige Chauvin ihn am Boden mit dem Knie. Floyd, der unter starkem Drogeneinfluß stand, klagte über Atemnot. Chauvin rief daraufhin einen Krankenwagen. Floyd starb später; über die tatsächliche Bedeutung der Fixierung und seines Drogenkonsums für die Todesursache gingen die Meinungen auseinander.
Floyds Tod löste aber landes- und schließlich weltweite Proteste unter dem Slogan „Black Lives Matter“ aus. Im April 2021 verurteilte ein Gericht Chauvin wegen Mordes. Auch drei weitere beim Einsatz anwesende Polizisten erhielten hohe Haftstrafen: Tou Thao wurde zu vier Jahren und neun Monaten, James Kueng zu drei Jahren und sechs Monaten sowie Thomas Lang zu drei Jahren verurteilt.
Musk stellte das Urteil dieser Tage auf X in Frage. Er schrieb: „Derek Chauvin wurde zu Unrecht wegen Mordes verurteilt; daher sollte er freigelassen werden. Die Fakten belegen, daß er nicht die Todesursache war und zu keinem Zeitpunkt die Absicht hatte, den Tod eines Menschen herbeizuführen. Was auch immer er sonst sein mag – ein Mörder ist er nicht. Das ist die Wahrheit.“
Am darauffolgenden Tag ergänzte Musk: „Die Medien erwähnten nie, daß die Polizeibeamten sofort einen Krankenwagen riefen, als Floyd über Atemnot klagte. Ungewöhnliches Verhalten für ‚Mörder‘.“
Chauvin wurde 2023 im Gefängnis von einem Mithäftling niedergestochen und überlebte den Angriff.
Donald Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit die am Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 Beteiligten begnadigt. Beobachter halten – wie Musk – eine Begnadigung auch im Fall Chauvins für längst überfällig. (mü)
Bildquelle: Wikimedia/Singlespeedfahrer/CC0
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