Eltern von Marius fordern Kurswechsel: „Macht etwas – alles andere ist Politikversagen!“

Eltern von Marius fordern Kurswechsel: „Macht etwas – alles andere ist Politikversagen!“
Foto: Symbolbild

Trier. Die Eltern des am 15. Juli in Trier von einem angeblich „gut integrierten“ Afghanen erstochenen 22jährigen Studenten Marius Dick legen nach. In einem Interview der „Welt“ gehen sie jetzt über ihre Äußerungen unmittelbar nach dem Verlust ihres Sohnes hinaus und sprechen sich für eine offene politische Auseinandersetzung mit der AfD und eine restriktivere Migrationspolitik aus. Thomas Dick plädiert dafür, sich „an einen Tisch [zu] setzen und über Schnittmengen [zu] reden“. Es müsse möglich sein, gemeinsam „Mehrheiten zu suchen, um Mehrheiten zu finden“. Seine Frau kritisiert: „Es wird immer nur über die AfD geredet, aber nie mit ihr.“

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Die Bundesregierung müsse nach Ansicht der Eltern gefährliche Migranten stärker überwachen und Straftäter konsequent abschieben. Thomas Dick verweist auf skandinavische Modelle: „Bitte macht etwas! Alles andere ist Politikversagen“. Beide Eltern geben an, schon vor dem Tod ihres Sohnes über die politische Entwicklung besorgt gewesen zu sein. Elke Dick hatte nach früheren Anschlägen ihren Bundestagsabgeordneten kontaktiert und erklärt, „daß sich etwas ändern muß“.

Bundeskanzler Friedrich Merz soll die Familie nach der Tat telefonisch kontaktiert haben. Die Eltern hoffen nun, daß er „die Botschaft verstanden“ habe. Von beiden ist bekannt, daß sie sich seit langem in der CDU engagieren. Zudem stehen sie mit Michael Kyrath von der „Trauerwache Deutschland“ in Verbindung. Kyraths Tochter Ann-Marie und deren Freund waren Anfang 2023 von einem Staatenlosen getötet worden.

Marius Dick war beim Einkaufen von dem gleichaltrigen afghanischen Asylbewerber Sajad M. erstochen worden. Der Mann war trotz eines vor neun Jahren abgelehnten Asylantrags weiterhin geduldet und befindet sich inzwischen – wie üblich in solchen  Fällen – in einer Psychiatrie. (rk)

 Bild: Pixabay/gemeinfrei

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