Editorial 4/2026

Editorial 4/2026
Bild: Privat

Sehr geehrte Leser,

„Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage", diese zweifarbigen Schilder prangen heutzutage an unzähligen Lehranstalten im gesamten Bundesgebiet. Sie suggerieren, daß insbesondere ausländische, migrantische und nichtweiße Schüler hier einen Rückzugsraum vorfinden, in dem sie vor Anfeindungen wegen ihrer Herkunft sicher sind und wo es Erwachsene gibt, die sich „couragiert" für sie einsetzen, sollte so etwas doch einmal vorkommen. Ob das Anschrauben eines solchen Schildes an die Schulmauer tatsächlich jede Form der Zwietracht augenblicklich unterbindet und ob in jeder Schule, die nicht an der bundesweiten Kampagne teilnimmt, tägliche Hetzjagden auf Ausländer stattfinden, darf stark angezweifelt werden.

Viel drängender ist die Frage, was eigentlich geschieht, wenn sich Mobbing und Gewalt nicht gegen Schüler mit ausländischer Herkunft richten, sondern gegen die angestammten Deutschen. Im Dezember vergangenen Jahres hatten Eltern mit einem Brandbrief auf die Zustände in einer Cottbusser Grundschule hingewiesen, in der es in mehreren Fällen zu Schlägen und Tritten durch migrantische Schüler gekommen war. Von einem Klima der Angst war die Rede. Brandenburgs Landesregierung nahm sich der Sache an und versprach, Migranten durch eine Wohnsitzauflage besser zu verteilen; also künftig Gewalt in der Fläche statt konzentriert auf einem Punkt. Für besonders auffällige Schüler sollten zudem spezielle Lerngruppen eingerichtet werden.

Doch es ist nicht nur körperliche Gewalt, die deutschen Schülern vielerorts das Leben zur Hölle macht. Mitunter ist es auch der psychische Anpassungsdruck, der proportional zum Migrantenanteil in den Klassen steigt. Wie Bild kürzlich berichtete, wurden Schüler einer Gesamtschule in Kleve in Nordrhein-Westfalen von ihren Lehrern dazu genötigt, sich beim Essen während des Fastenmonats Ramadan von ihren muslimischen Mitschülern wegzudrehen, um diese nicht zu provozieren. Auch die migrantischen Schüler selbst übten Druck aus. Eine Mutter berichtete gegenüber Bild: „Die muslimischen Kinder haben meiner Tochter und ihrer Freundin gesagt: Wir haben Ramadan, du mußt jetzt fasten und dein Brot in die Tonne werfen!"

Die deutschen Kinder, die sich hilfesuchend an Lehrer oder Eltern wenden, werden in der Regel im Regen stehengelassen. Mit einer öffentlichen Solidarisierung von seiten der Schulleitung oder von Lokalpolitikern können sie nicht rechnen. Eine bundesweite Kampagne in der Richtung von „Schule ohne Migrantengewalt" ist unter aktuellen politischen Mehrheitsverhältnissen kaum vorstellbar.

Die Signalwirkung auf Migranten mit Sendungsbewußtsein und Hang zur Gewalt ist fatal: Bereits im Schulalter vermittelt ihnen unsere Gesellschaft auf diese Art, daß die deutsche Kultur keinen Stolz hat und sich nicht zu behaupten weiß. Statt deutsche Schüler vor körperlichen Angriffen zu schützen oder gezielt ihr Selbstbewußtsein zu stärken, wird ihnen schon im Kindesalter eingeimpft, sich lieber zu ducken und wegzudrehen. Hier wird die antideutsche Unkultur im Kleinen gelebt, die sich später in den Kriminalstatistiken des BKA wiederfindet. Sie bildet den geistigen Nährboden für die schleichende Verdrängung der Deutschen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Karsten, Chefredakteur

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