Editorial 3/2026
Sehr geehrte Leser,
Zugreisen gelten traditionell als sichere Form der Fortbewegung, und tatsächlich ist das statistische Risiko, in einen schweren Unfall verwickelt zu werden, deutlich geringer als bei der Fahrt mit dem eigenen Pkw. Inzwischen gibt es jedoch andere Faktoren, aufgrund deren sich viele Menschen zweimal überlegen, ein teures Ticket für den Schienenverkehr zu lösen. Da ist nicht nur die chronische Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn, sondern neuerdings auch die steigende Gefahr, am Bahnsteig oder im fahrenden Waggon Opfer einer Gewalttat zu werden.
Das letzte wurde der breiten Masse auf brutale Weise ins Gedächtnis gerufen, als kürzlich ein Südsudanese ein 18jähriges Mädchen vor eine Hamburger U-Bahn riß und sie so völlig aus dem Nichts tötete. In einer Regionalbahn bei Kaiserlautern wurde ein Schaffner wenige Tage später von einem Griechen so stark zusammengeschlagen, daß er kurz darauf verstarb. Und auch in den darauffolgenden Tagen rissen die Meldungen über Angriffe im Umfeld der Deutschen Bahn nicht ab: In Rosenheim prügelten drei Männer aus Eritrea, Sierra Leone und dem Jemen auf einen Deutschen ein, nachdem er sie gebeten hatte, sich leiser zu unterhalten. In der Nähe von Stuttgart bespuckte ein Pakistaner eine Zugbegleiterin und griff sie mit einer Flasche an.
Diese Beispiele zeigen lediglich ein kleines Schlaglicht der alltäglichen Kriminalität rund um die Schiene, doch sie signalisieren selbst den Bürgern im ländlichen Raum, daß die Einschläge näherkommen und die allgegenwärtige Gefahr, Opfer einer Gewaltstraftat zu werden, nicht länger ein Exklusivproblem der Großstädte ist. Die Täter sind überproportional häufig Migranten, die nicht selten zuvor bereits straffällig geworden waren. Zur Wahrheit gehört aber auch, daß ein Migrationshintergrund nicht davor schützt, Opfer zu werden. Der in Rheinland-Pfalz erschlagene Schaffner stammte aus der Türkei, die in Hamburg getötete Passagierin war Iranerin.
Die Reaktionen von seiten der Innenpolitik und anderer Verantwortungsträger laufen im Anschluß besonders scheußlicher Taten stets nach demselben Ritual ab: Sie treten vor die Kameras, beteuern Betroffenheit und kündigen Maßnahmen an. Nur ändert sich danach in der Regel nichts. Hinzu kommen teils absurde Vorschläge zur Gefahrenabwehr, wie vom Kölner „Sicherheitsexperten" Stefan Bisanz, der zur Prävention schwerster Gewalttaten allen Ernstes Personenschleusen vorschlug, die Schwarzfahrer abhalten sollen. Wenn sich ein Krimineller aber nun für ein paar Euro ein Ticket besorgt, hat er das System bereits ausgedribbelt.
Genausowenig hilft es auf seiten der Gesellschaft zu jammern, daß es immer schlimmer werde, und mit kaltem Grausen über die sinkende Hemmschwelle der Täter zu sinnieren. Die bundesdeutsche Innenpolitik muß weg vom Herumdoktern an Symptomen und hin zu einer rigorosen Ursachenbekämpfung. Man kann nicht jeden Quadratmeter des öffentlichen Raums mit Polizisten oder privaten Sicherheitsleuten besetzen, und das ist im Sinne einer freiheitlichen Gesellschaft auch nicht erstrebenswert. Vielmehr gilt es, den Elefanten im Raum, die ausufernde Migrantengewalt, offen zu benennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Viele der migrantischen Bahnangreifer waren bereits zuvor polizeilich bekannt. Eine zügige Abschiebung oder eine Ingewahrsamnahme bis zur Klärung ihres Status hätte zahllosen Angehörigen unermeßliches Leid ersparen können. Doch solange man das Problem nicht bei der Wurzel packt, wird die Angst im Bahnverkehr weiter umgehen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Karsten, Chefredakteur
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