Demonstration für das Russische Haus: „Brücken statt Mauern“
Berlin. Rund 600 Menschen haben am Freitagabend in Berlin für den Erhalt des Russischen Hauses demonstriert – die Zahl stammt von der Polizei, die Veranstalter gehen von mehr Teilnehmern aus. Unter dem Motto „Brücken statt Mauern“ hatte das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) die Kundgebung angemeldet. Auf der Straße versammelten sich Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern; zu sehen waren unter anderem Fahnen von BSW, DKP und AfD sowie Friedenssymbole. Zu den Rednern gehörten Alexander King, Sevim Dağdelen, Josephine Thyrêt, Norman Wolf, Wiebke Diehl und Sven Pritsch. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ilja Vlasov und Faruh Tursunov.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Das Russische Haus in der Friedrichstraße besteht seit 1984 und war über Jahrzehnte hinweg Schauplatz kultureller und gesellschaftlicher Begegnungen zwischen Deutschland und Rußland bzw. der UdSSR. Konzerte, Ausstellungen, Sprachkurse, Filme und Wissenschaftsveranstaltungen gehörten ebenso zum Veranstaltungsangebot wie persönliche Kontakte.
Nun steht die Einrichtung vor dem Aus. Die Bundesregierung will das Abkommen über ihren Betrieb kündigen und russische Mitarbeiter zur Ausreise auffordern. Auch das russische Generalkonsulat in Bonn soll zum 18. September geschlossen werden. Bereits zuvor wurden vergleichbare Einrichtungen, etwa in Leipzig, geschlossen.
Berlin begründet die Schritte mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Ermittlungen und Geheimdienstinformationen sollen auf eine Beteiligung russischer Staatsakteure hindeuten. Moskau weist alle Anschuldigungen mit Nachdruck zurück.
Bei der Kundgebung am Freitag wurde deshalb auch die Frage nach der Transparenz der Vorwürfe gestellt. Die Bundesregierung verweist abstrakt auf Erkenntnisse von Sicherheitsbehörden. Eine unabhängige Überprüfung der entscheidenden Informationen ist für die Öffentlichkeit nicht möglich.
Nur etwa 100 Meter entfernt hatten sich Gegendemonstranten mit ukrainischen Fahnen versammelt und protestierten gegen Rußland und das Russische Haus an. Dort trat auch die Grünen-Politikerin Bettina Jarasch auf. (rk)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare 0
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!