Bevölkerungsaustausch auf österreichisch: Einbürgerungen steigen drastisch

Bevölkerungsaustausch auf österreichisch: Einbürgerungen steigen drastisch
Foto: Symbolbild

Wien. Auch im benachbarten Österreich machen sich die Folgen der jahrelangen Massenzuwanderung bemerkbar – viele Migranten haben sich, nicht anders als in Deutschland, inzwischen ein Bleiberecht „ersessen“ und ziehen nun verstärkt Angehörige nach, die ihrerseits eher früher als später „Neu-Österreicher“ werden.

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Zahlen: die Alpenrepublik hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13.700 Ausländer eingebürgert, darunter 3.950 Personen mit Wohnsitz im Ausland – also Menschen, die noch nicht einmal in Österreich leben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 2.035 Fällen beziehungsweise deutlichen 17 Prozent. Besonders stark nahm die Zahl bei Ehepartnern und Kindern zu: hier lag das Plus gegenüber dem Vorjahr bei 55 Prozent. Nach Angaben von Statistik Austria wurden 4.829 Personen eingebürgert, die seit mindestens sechs Jahren in Österreich leben – 32 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Von den 9.750 Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich stammten 53 Prozent aus fünf Staaten: 2.319 aus Syrien, 1.058 aus der Türkei, 968 aus Afghanistan, 433 aus dem Iran und 407 aus Bosnien und Herzegowina. Insgesamt waren 6.692 der Eingebürgerten Frauen. 4.429 Personen beziehungsweise 32 Prozent waren jünger als 18 Jahre, 3.080 beziehungsweise 22 Prozent wurden bereits in Österreich geboren. Bei den in Österreich lebenden Eingebürgerten betrug der Zuwachs gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 sogar 34 Prozent.

Auch in den Bundesländern ist ein regelrechter Einbürgerungs-Boom zu beobachten: in Kärnten verdoppelte sich die Zahl nahezu auf 418 Einbürgerungen (+93 Prozent). Wien verzeichnete 3.333 (+60 Prozent), Niederösterreich 1.871 (+45 Prozent), Vorarlberg 648 (+36 Prozent), die Steiermark 1.193 (+27 Prozent) und Tirol 725 (+24 Prozent). Oberösterreich war das einzige Bundesland mit einem Rückgang: dort wurden 1.028 Personen eingebürgert, 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

9.696 Personen beziehungsweise 71 Prozent besaßen einen Rechtsanspruch. 4.829 erhielten die Staatsbürgerschaft nach mindestens sechsjährigem Aufenthalt aus „besonders berücksichtigungswürdigen“ Gründen. (rk)

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