Bankrotterklärung der Politik: Wer länger lebt, soll länger arbeiten

Bankrotterklärung der Politik: Wer länger lebt, soll länger arbeiten
Foto: Symbolbild

Berlin. Wenn sich die Bundesregierung mit ähnlichem Eifer wie für Asylanten um die Sicherheit der deutschen Renten kümmern würde, bräuchten sich die deutschen Senioren keinerlei Sorgen machen. Aber die Präferenzen der Politik gelten nicht der einheimischen Daseinsvorsorge, sondern dem Geldausgeben in aller Welt und für alle Welt. Das ist einer der Hauptgründe, warum dem deutschen Rentensystem der Kollaps droht.

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Um das System zu retten, ist die Bundesregierung jetzt auf eine grandiose Idee verfallen und will die Bürger zu einem späteren Berufsausstieg zwingen. Wer nicht länger arbeitet, muß finanzielle Einbußen fürchten.

Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) sieht bei steigender Lebenserwartung keinen Weg an einem höheren Renteneintrittsalter vorbei. Im Gespräch mit der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ sagte er: „Aus meiner Sicht ist dabei auch eine Selbstverständlichkeit, daß sich die Lebensarbeitszeit ein Stück weit an der durchschnittlichen Lebenserwartung orientieren muß.“ Man müsse bei der geplanten Rentenreform „an ganz vielen Stellschrauben drehen“. Ein Teil des Zugewinns an Lebensjahren“ müsse künftig in Mehrarbeit bestehen. Frei betonte: „Daran führt meines Erachtens kein Weg vorbei. Denn es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten in Wohlstand leben und müßten dafür nicht arbeiten.“

Das Renteneintrittsalter lag früher bei 65 Jahren. Seit 2012 wird es schrittweise angehoben. Für alle, die 1964 oder später geboren wurden, soll es im Jahr 2031 bei 67 Jahren liegen. Zwar ist ein früherer Rentenbeginn möglich, doch dann fallen erkleckliche Abschläge an. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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