Auch unter neuer Regierung: Ungarn bleibt migrationsresistent
Brüssel/Budapest. Orbán ist weg – aber die Ungarn wollen seinem Kurs gegen Zuwanderung und Überfremdung treu bleiben: nicht weniger als 87 Prozent der Ungarn lehnen jedwede ungesteuerte Zuwanderung aus außereuropäischen Ländern rigoros ab oder wollen sie auf ein Minimum beschränken. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Republikon-Instituts hervor, die Daten des European Social Survey (ESS) zugrunde legt.
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Die ungarische Bevölkerung erweist sich damit als migrationsresistentes Bollwerk. Schon 2011 sprachen sich 85 Prozent gegen oder nur für sehr wenige Einwanderer aus, während des „Flüchtlings“-Tsunamis 2015 stieg der Wert auf 87 Prozent – und verharrt dort bis heute. Ungarn führt den EU-Index zur Ablehnung illegaler Migration mit 3,63 Punkten souverän an. Fast die Hälfte der Ungarn will überhaupt keine Migranten aus ärmeren Nicht-EU-Staaten, weitere 40 Prozent nur sehr wenige.
Im DACH-Raum zeigt sich Österreich mit einem Indexwert von 3,16 am migrationskritischsten. Die Alpenrepublik rangiert im oberen Drittel und liegt näher bei Osteuropa als bei Westeuropa. Deutschland und die Schweiz bilden hingegen das Schlußlicht: jeweils weit unter 10 Prozent der Bevölkerung sprechen sich hier für einen kompletten Aufnahmestopp aus. Die relative Mehrheit befürwortet weiterhin die Aufnahme einiger oder gar vieler Migranten.
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Die Zahlen sind umso brisanter, als mit Péter Magyar ein neuer Mann die Regierung übernommen hat. Westeuropäische Linke hatten auf ein Einknicken Budapests gehofft, aber die Ungarn machen solchen Hoffnungen einen dicken Strich durch die Rechnung. Ein Aufweichen der Migrationspolitik wäre in Ungarn politischer Selbstmord. Magyar und Innenminister Gábor Pósfai haben bereits klargestellt, daß der umstrittene EU-Migrationspakt in seiner aktuellen Form auch von ihnen strikt abgelehnt wird. Es gebe keinen nationalen Umsetzungsplan, solange Brüssel an verpflichtenden Umverteilungsquoten oder Strafzahlungen festhalte. Auch das Gastarbeiter-Programm für Drittstaaten wurde komplett ausgesetzt – derzeit kann kein Bürger außerhalb der EU ein entsprechendes Visum beantragen.
Die Analyse zeigt: Osteuropa – angeführt von Ungarn, gefolgt von Slowenien, Polen und der Slowakei – hat ein völlig anderes Verständnis von nationaler Souveränität als der demografisch erodierende Westen. Ungarn bleibt die Speerspitze eines Europas der Vaterländer. (mü)
Bild von lmaresz auf Pixabay
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