Aktuelle Bertelsmann-Studie: Deutsche bewerten Demokratie überwiegend negativ
Gütersloh. Der Himmel der Deutschen verdüstert sich – und das nicht nur real, sondern auch subjektiv: immer mehr Deutsche sehen pessimistisch in die Zukunft. Das förderte jetzt die Bertelsmann-Stiftung mit ihrer neuesten Studie „Demokratie braucht Zukunft“ zutage. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov Ende 2025 insgesamt 2.117 volljährige Personen.
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52 Prozent der Befragten rechnen demnach damit, daß kommende Generationen schlechter leben werden als die heutige. Am stärksten ist dieser Pessimismus unter den 35- bis 64jährigen mit 54 Prozent ausgeprägt, gefolgt von den über 65jährigen mit 52 Prozent. Unter den 18- bis 34jährigen vertreten 48 Prozent diese Einschätzung. Nur magere 13 Prozent der Jüngeren erwarten sich eine bessere Zukunft.
Besonders ausgeprägt ist die Skepsis unter Anhängern der AfD. Dort gehen 76 Prozent von einer negativen Entwicklung aus. Geringer ist der Anteil der Pessimisten bei den Grünen mit 40 Prozent und der SPD mit 41 Prozent.
Auch das Urteil über das politische System („Unsere Demokratie“) fällt ernüchternd aus. Nur 25 Prozent äußerten sich „eher zufrieden“ mit dem Funktionieren der Demokratie, 37 Prozent dagegen „eher unzufrieden“. In keiner Altersgruppe überwiegen positive Bewertungen. Die kritischsten Antworten kamen von den 40- bis 49jährigen; hier äußerten sich 44 Prozent überwiegend negativ.
Deutlich günstiger beurteilen junge Erwachsene ihre persönlichen Zukunftschancen. 74 Prozent trauen sich zu, ihren beruflichen Lebensweg erfolgreich zu gestalten – was schwierig werden dürfte, wenn es mit dem Land als Ganzes bergab geht. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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