86 Tote, 400 Verletzte: Nizza gedenkt des Islam-Terrors vor zehn Jahren
Nizza. Genau zehn Jahre ist der islamistische Terroranschlag von Nizza nun her. Der damals 31jährige Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel war nach dem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag mit einem Lkw in die Menge gerast. 86 Menschen starben, darunter drei Deutsche: zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Berliner Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule. Mehr als 400 weitere wurden verletzt. Es war einer der verheerendsten islamistischen Anschläge überhaupt.
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Zehn Jahre später versammelten sich rund 1000 Menschen zu einem stillen Gedenkmarsch für die Opfer der Terrorfahrt vom 14. Juli 2016. Die Teilnehmer, überwiegend in Weiß gekleidet, zogen am Sonntag vom Kinderkrankenhaus, wo der Anschlag seinen Ausgang nahm, über die Promenade des Anglais bis zu jenem Ort, an dem der Täter von der Polizei erschossen wurde. Dort legten sie Kränze nieder.
Organisiert wurde der Schweigemarsch von Angehörigenverbänden. Der Bürgermeister, Lokalpolitiker, Feuerwehrleute und Vertreter des örtlichen Fußballvereins schlossen sich an. Der Vorsitzende der Vereinigung „Life for Nice“ sagte: „Das zeigt, daß wir nicht allein sind.“ Der zehnte Jahrestag sei ein „wichtiger Augenblick“, „nicht um das Buch zu schließen, sondern um ein neues Kapitel aufzuschlagen.“
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Die Terrorfahrt von Nizza gilt möglicherweise als Vorbild für den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Fünf Monate nach Nizza steuerte der Tunesier Anis Amri einen Lastwagen in die Menschenmenge und tötete zwölf Menschen. (mü)
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