ZUERST!-Hintergrund: Gründlich widerlegt - Die Lüge von der Kapitalflucht, wenn Rechte regieren

ZUERST!-Hintergrund: Gründlich widerlegt - Die Lüge von der Kapitalflucht, wenn Rechte regieren
Foto: Symbolbild

Prag/Rom/Stockholm. Die Warnung ist so alt wie die Rechte selbst, und natürlich wurde sie von den Altparteien auch im zurückliegenden Wahlkampf in Sachsen-Anhalt bis zum Überdruß wiederholt: rechte Regierungen schadeten der Wirtschaft, Firmen würden das Land verlassen. Aber ein Blick ins europäische Ausland, wo vielerorts rechte und rechtskonservative Regierungen schon seit Jahren am Ruder sind, straft die Panikmacher Lügen.

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Eine ganze Reihe rechtskonservativ regierter EU-Ländern verzeichnete 2025 ein deutliches Wachstum – während Deutschland mit seinen „Unsere Demokratie“-Parteien auf dem Zahnfleisch daherkommt: so kam die Tschechische Republik auf 2,4, die Slowakei auf 2,1, Kroatien auf 3,4 Prozent, Rumänien auf 3,1. Zypern, ebenfalls konservativ regiert, kam auf 3,8 Prozent. Polen verzeichnete 3,6 Prozent und wurde ebenfalls lange von einer rechtskonservativen Regierung geführt, deren Wirtschaftspolitik trotz des Regierungswechsels 2023 noch nachwirkt.

Auch in West- und Südeuropa finden sich Beispiele. Griechenland erzielte 2025 ein Plus von 2,1 Prozent unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und seiner konservativen Nea Dimokratia. Schweden kam mit einer konservativ-bürgerlichen Regierung, die von den rechten Schwedendemokraten unterstützt wurde, auf knapp zwei Prozent. In den Niederlanden, wo ebenfalls bis vor kurzem konservative und rechte Parteien regierten, lag das Wachstum bei rund 1,5 Prozent. Italien verzeichnet unter der rechten Regierung von Giorgia Meloni nach Jahren der Rezession wieder wirtschaftliche Dynamik.

Auch die Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen liefert keine Hinweise auf eine Kapitalflucht aus diesen Ländern. Polen erhöhte den Bestand ausländischer Direktinvestitionen auf rund 330 Milliarden Euro, Griechenland auf knapp 70 Milliarden. In der Tschechischen Republik, Kroatien und der Slowakei liegen die Bestände an ausländischen Investitionen zwischen 60 und 200 Milliarden Euro.

Demgegenüber fließen aus Deutschland seit Jahren erhebliche Kapitalbeträge ins Ausland ab. Auch deutsche Unternehmen und Anleger investieren im Durchschnitt rund 95 Milliarden Euro jährlich außerhalb des eigenen Landes.

Die These, konservative oder rechte Regierungen vertrieben zwangsläufig Investoren, vernichteten Arbeitsplätze und schwächten die Wirtschaft, wird durch diese Zahlen schallend widerlegt. Es gibt nicht einen konkreten Fall, in dem es durch eine rechtskonservative Regierung zu einer Kapitalflucht gekommen wäre. (mü)

Bildquelle: KI-generiert @ZUERST!

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