Willkommenskultur auf britisch: Illegale erhalten Hijabs

Willkommenskultur auf britisch: Illegale erhalten Hijabs
Foto: Symbolbild

London. Muslimische Hijabs auf Steuerzahlers Kosten? Das sorgt in Großbritannien gerade für Streit – dabei ist das Klima wegen der anhaltenden Migrationskatastrophe ohnehin explosiv. Da kommt die Nachricht bei vielen Briten nicht gut an, daß die Regierung seit Jahresbeginn mehr als 1.000 Hijabs an muslimische Frauen verteilt hat, die mit kleinen Booten über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangten. Das Innenministerium beruft sich dabei auf seine Fürsorgepflicht. Eine Vorschrift, nach der der Staat Hijabs für muslimische Migrantinnen bereitstellen muß, gibt es allerdings nicht.

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Allein im ersten Halbjahr wurden 974 Exemplare ausgegeben. Das entspricht einem Monatsdurchschnitt von etwa 162 Stück. Sollte sich die Praxis seit Juli unverändert fortgesetzt haben, könnte die Zahl inzwischen bei rund 1.500 liegen.

Die Regierung beruft sich auf die Regeln für die vorübergehende Unterbringung der Neuankömmlinge. Bedürftige erhalten dort unter anderem trockene Kleidung. Bei der Ausstattung sollen nach den Vorgaben auch religiöse und kulturelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Verlangt wird jedoch lediglich Kleidung, die vor Kälte und gesundheitlichen Gefahren schützt. Welche Gesamtsumme für die Hijabs aufgewendet wurde und wie teuer sie waren, ist offiziell nicht bekannt.

Die konservative Opposition verlangt einen sofortigen Stop der Aktion. Tory-Schatteninnenminister Chris Philp argumentiert, es sei den britischen Steuerzahlern nicht zuzumuten, für religiöse Gegenstände von Menschen aufzukommen, die illegal ins Land gelangt seien. Der Staat müsse nicht die religiöse Praxis von Migranten finanzieren.

Auch die konservative Abgeordnete Laura Trott meldete sich zu Wort. Sie wandte sich grundsätzlich gegen den Hijab und bezeichnete ihn als „Instrument der Unterdrückung von Frauen“. Besonders kritisch sieht sie, daß das Kopftuch teilweise bereits bei siebenjährigen Mädchen an Schulen vorgeschrieben werde. (mü)

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