„Westliche Werte“ im freien Fall: FAZ-Korrespondent will „mehr russische Soldaten töten“
Belgrad. Bei einer Pressekonferenz von Serbiens Präsident Aleksandar Vučić und seinem ukrainischen Amtskollegen Selenskyj in Belgrad sorgte eine Frage des Südosteuropa-Korrespondenten der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Michael Martens, für Irritation. Er wollte von Selenskyj wissen: „Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen dabei zu helfen, mehr Russen, mehr russische Soldaten zu töten?“ Zudem fragte Martens nach einer möglichen Kooperation Serbiens und der Ukraine im Verteidigungsbereich.
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Die Frage brachte zunächst die Dolmetscherin und Vučić durcheinander. Der serbische Präsident antwortete schließlich: „Wir haben heute nicht über militärische Zusammenarbeit gesprochen. Was nach Kriegsende geschehen wird, ist eine andere Sache. Und was das Töten angeht – ich hoffe, dass das Töten aufhört.“ Eine unmittelbare Verurteilung der Formulierung des FAZ-Korrespondenten erfolgte nicht.
Der Ausschnitt verbreitete sich anschließend in sozialen Netzwerken; auch „Sputnik Srbija“ berichtete darüber. Ob Moskau offiziell auf die Äußerung reagieren wird, blieb zunächst offen. Russische Medien griffen den Vorgang bereits auf.
Martens´ Entgleisung steht allerdings nicht isoliert. Der damalige ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow erklärte im Februar, Kiew wolle monatlich 50.000 russische Soldaten töten. In Deutschland wurde der 35jährige als innovativer Manager vorgestellt.
Auch der in Litauen lebende Schwede Jonas Oehmann, der Kampfdrohnen gegen Spenden liefert, spricht nach eigener Darstellung davon, möglichst viele Russen zu töten. Er berechnete die Kosten eines getöteten Russen auf 240 Euro und trat in Deutschland als Interviewpartner auf.
Die US-amerikanische Influencerin Laura Loomer präsentierte sich ebenfalls mit einer für den Einsatz gegen Russen bestimmten Drohne. Und Bundeskanzler Friedrich Merz sprach im vergangenen Jahr vom „Ausbluten“ Rußlands als Ziel. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bezeichnete erst vor wenigen Wochen die „Millionen Toten“ des Ukraine-Krieges als Wirtschaftsmotor und Investitionstreiber. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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