Wahlsieger AfD: In Mecklenburg-Vorpommern gewinnt die Partei mit fast 38 Prozent die Mehrheit
Schwerin. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD nach aktuellen Hochrechnungen vom Wahlabend des 20. September 2026 knapp vor der SPD und wird damit voraussichtlich stärkste Kraft.
Laut einer Hochrechnung von Infratest dimap für die ARD (Stand etwa 21 Uhr) kommt die Alternative für Deutschland auf 37,9 Prozent der Stimmen. Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung des Ergebnisses von 2021 (16,7 Prozent). Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt bei 35,7 Prozent und verliert im Vergleich zur letzten Wahl (39,6 Prozent) leicht. Die Wahlbeteiligung liegt den Angaben zufolge bei rund 78 bis 79 Prozent und ist damit deutlich höher als 2021.
Dahinter folgen die Linke mit etwa 6,5 bis 6,7 Prozent, die Grünen mit 5,4 bis 5,6 Prozent und die CDU mit 4,9 bis 5,0 Prozent. Für die Christdemokraten wäre dies das historisch schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl, sogar der Wiedereinzug steht aktuell noch zur Debatte. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegt bei rund 4,9 Prozent und droht an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern; die FDP kommt auf etwa ein Prozent.
AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sprach von einem Regierungsauftrag für seine Partei. Alle anderen im Landtag vertretenen oder hoffenden Parteien haben eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Die bisherige rot-rote Koalition aus SPD und Linke verliert nach den Hochrechnungen ihre Mehrheit. Mögliche Mehrheiten ohne die AfD könnten sich aus SPD, Linken und Grünen oder aus SPD, Grünen und CDU ergeben, sofern die kleineren Parteien den Einzug schaffen. (se)
Anm. d. Red.: Die Zahlen beruhen auf Hochrechnungen und können sich mit dem Fortschreiten der Auszählung noch ändern. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird in der Regel am Folgetag erwartet.
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