Wahlen in Berlin: Die Linke auf dem Vormarsch in der bunten Hauptstadt

Wahlen in Berlin: Die Linke auf dem Vormarsch in der bunten Hauptstadt
Foto: Symbolbild

Berlin. Die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 bringt nach den vorliegenden Hochrechnungen einen klaren Vorsprung für die Linke. Mit rund 25,3 Prozent der Stimmen (Stand ARD/Infratest dimap gegen 21.25 Uhr) liegt die Partei deutlich vor der CDU, die auf etwa 19 Prozent kommt. Gegenüber der Wiederholungswahl 2023 hat die Linke ihr Ergebnis mehr als verdoppelt, während die Christdemokraten spürbare Verluste hinnehmen.

Auf den weiteren Plätzen folgen die AfD mit ungefähr 16,3 Prozent, die Grünen mit 14,4 Prozent und die SPD mit 12,1 Prozent. Für die Sozialdemokraten markiert das Ergebnis einen historischen Tiefpunkt in der Hauptstadt. Das BSW bewegt sich mit rund 4,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, die FDP bleibt mit 2,5 Prozent klar darunter. Die Wahlbeteiligung wird auf etwa 75 Prozent geschätzt und liegt damit höher als vor drei Jahren.

Besonders bemerkenswert ist das Abschneiden der AfD: Mit einem Plus von rund sieben Prozentpunkten gegenüber 2023 (damals 9,1 Prozent) erzielt die Partei ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Berliner Abgeordnetenhauswahl und festigt ihren Platz unter den stärksten Kräften der Stadt. Die deutlichen Zugewinne unterstreichen die anhaltende mobilisierende Kraft der Partei in der Hauptstadt und ihren Erfolg, Wähler über das bisherige Stammklientel hinaus anzusprechen.

Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp sieht für ihre Partei einen Regierungsauftrag. Die bisherige schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD verliert ihre Mehrheit. Als realistische Option zeichnet sich ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD ab. Andere Dreierkonstellationen unter Führung der CDU erscheinen nach den aktuellen Zahlen knapper oder nicht mehrheitsfähig. (se)

Anm. d. Red.: Die Angaben beruhen weiterhin auf Hochrechnungen und können sich im Laufe der Nacht noch leicht verändern. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird voraussichtlich am Montag vorliegen.

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