Blond und blauäugig geht gar nicht: Sidney Sweeney bringt die Woken auf die Palme

Blond und blauäugig geht gar nicht: Sidney Sweeney bringt die Woken auf die Palme
Foto: Symbolbild

New York. Die US-Schauspielerin Sidney Sweeney, die noch wegen ihrer „umstrittenen“ Jeans-Werbung letztes Jahr in Erinnerung ist, hat es wieder in die Schlagzeilen geschafft. Diesmal wegen eines Werbevideos des US-Sportwettenanbieters Novig. Sweeney posiert dort auf einem Basketballkorb und einem Billardtisch. Diesmal hat sie nicht einmal Jeans an. Lediglich zwei Football-Bälle bedecken das Allernötigste. Das Video erreichte auf Sweeneys Instagramprofil inzwischen mehr als 45 Millionen Aufrufe.

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Die meisten Nutzer dürften sich das Video nicht angesehen haben, um sich darüber zu echauffieren. Tatsächlich kommt Kritik auch nur von einer verschwindenden Minderheit, meist direkt aus der Sport-Branche. So schreibt die australische Schwimm-Olympiasiegerin Ariarne Titmus: „Ich kann gar nicht beschreiben, wie wütend ich bin, wenn ich das sehe.“ Der Spot sei „nicht nur ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die ihr Leben der Perfektionierung ihres Sports gewidmet hat, sondern für jede Frau, die Sport um seiner selbst willen genießt“. Sie zeigt sich erbost über die „Kommerzialisierung des weiblichen Körpers und die Sexualisierung des Frauensports“.

Angeblich Hunderte Sportlerinnen reagierten auf den Sweeney-Videoclip mit eigenen Bildern. Wokes Geraune kommt natürlich auch aus Germany – allerdings ist eher unwahrscheinlich, daß die blonde US-Schauspielerin mit dem lasziven Blick die Turnerin Emma Malewski kennt. Diese stellte zusammen mit Fußballerinnen des 1. FC Köln Fotos von Sportler/innen-Körpern in Wettkampfsituationen ins Netz, auf denen Muskeln, Schweiß, Anstrenungen und Emotionen zu sehen sind.

Auch die Tennisspielerin Priscilla Hon äußerte sich politisch korrekt: „Sport sollte einer der Orte sein, bei dem es darum geht, was der Körper tun kann, nicht wie er aussieht.“ Das kann man so sehen – muß man aber nicht. Natürlich sehen sich die Woken in einer Zeit beflügelt, in der schon bei der Formel 1 die „Boxenluder“ verschwinden mußten und Miss-Wahlen optisch kein reines Vergnügen mehr sind.

Sidney Sweeney hat mit alledem, vor allem aber mit ihrer Novig-Werbung kein Problem: „Bei der Kampagne ging es darum, eine unterhaltsame Idee aufzugreifen. Das Konzept ist einfach: den ganzen Lärm ausblenden und den Fokus vollständig auf den Sport legen.“

Bei den politisch Korrekten ist Sweeney seit ihrer Jeans-Kampagne ein rotes Tuch. Der Werbeslogan hatte damals gelautet: „Sydney Sweeney has great Jeans“ - „Jeans“ klingt im Englischen ähnlich wie „genes“ („Gene“). Und gute Gene sind natürlich ein „No go“. Nicht für Sidney Sweeney, die sie augenscheinlich hat. (se)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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