Von wegen freiwillig: Bundeswehr läßt Wehrunwillige mustern

Von wegen freiwillig: Bundeswehr läßt Wehrunwillige mustern
Foto: Symbolbild

Berlin. Eigentlich sollte alles ganz freiwillig sein. Doch jetzt ist der Lack ab: die Bundeswehr läßt auch junge Männer mustern, die in ihrem Fragebogen ausdrücklich angegeben haben, daß sie nicht für einen Wehrdienst zur Verfügung stünden. Insgesamt 470 solcher Fälle wurden bis jetzt bekannt.

  Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Seit Januar erhalten Angehörige des Jahrgangs 2008 Post vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Der darin enthaltene QR-Code führt zu einem Online-Fragebogen. Für junge Männer ist dessen Beantwortung Pflicht, Frauen können freiwillig teilnehmen. Bis Ende Juni wurden rund 300.000 Schreiben verschickt. Die Rücklaufquote lag bei den männlichen 18jährigen bei 96 Prozent, bei den Frauen bei vier Prozent. Wer als Mann die Antwort verweigert, muß mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.

Die Resonanz auf den Wehrdienst bleibt bislang gering: nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums haben sich lediglich 530 Freiwillige verpflichtet. Ursprünglich war vorgesehen, ab Juli 2027 sämtliche Männer eines Jahrgangs nach dem 18. Geburtstag zu mustern. Dabei werden körperliche und psychische Voraussetzungen für den Militärdienst geprüft. Auch ein Tauglicher kann anschließend einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen.

Es nützt ihm aber nichts, wie sich jetzt zeigt. Laut dem Bundesverteidigungsministerium wurden bereits Hunderte Männer einbestellt, die im Erfassungsbogen kein Interesse am Wehrdienst bekundet hatten. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

 

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.