Unruhen in Ceuta: Proteste, Angriffe, Festnahmen

Unruhen in Ceuta: Proteste, Angriffe, Festnahmen
Foto: Symbolbild

Ceuta. Vier Wochen nach dem Massenansturm Illegaler auf die spanische Exklave Ceuta ist die Lage weit davon entfernt, sich wieder normalisiert zu haben. Nach wie vor befinden sind mindestens 5000 Illegale, viele davon Schwarzafrikaner, auf spanischem Territorium und machen keine Anstalten, die Exklave wieder zu verlassen. Es kommt zu Reaktionen der einheimischen Bevölkerung: Hunderte Menschen demonstrierten, Straßen wurden blockiert, Barrikaden errichtet und vier Soldaten bei einem Überfall verletzt.

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Bei Demonstrationen wütender Einheimischer wurden schnellere Abschiebungen von Ausländern ohne Asylrecht gefordert. Später errichteten Demonstranten Barrikaden. Jugendliche versuchten, die Hütten eines Migrantenlagers am Strand Trampolín abzubauen. Die Polizei sperrte den Bereich und setzte Gummigeschosse ein. Eine Gruppe blockierte nahe dem Hafen die Avenida Teniente General Muslera mit Containern.

Auch Journalisten wurden angegriffen. Ein Team von „La Sexta“ wurde bedrängt, eine „RTVE“-Reporterin verzichtete auf das erkennbare Senderlogo. Am Folgetag wurden erneut Journalisten beschimpft. Zuvor war ein Journalist angegriffen worden, weil man ihn für einen Migranten hielt.

Ein Übergriff auf vier Soldaten bei Benzú goß zusätzlich Öl ins Feuer. Eine Gruppe von etwa 30 bis 40 Illegalen bewarf ihr ungepanzertes Fahrzeug mit Steinen. Die Soldaten flohen zu Fuß und wurden bis Calamocarro verfolgt. Zwölf marokkanische Staatsbürger im Alter von etwa 35 bis 40 Jahren wurden festgenommen. Einige Beteiligte flüchteten ins Meer. Nationalpolizei und Guardia Civil suchten nach ihnen; die Polizei setzte Schußwaffen ein. Die Lage bleibt angespannt. (mü)

Bildquelle: podcast.jungeuropa.de

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