Trump wirkt: AfD darf wieder an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen

Trump wirkt: AfD darf wieder an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen
Foto: Symbolbild

München. Zwei Jahre lang war die AfD von der Teilnahme an der renommierten Münchner Sicherheitskonferenz ausgeschlossen. Verantwortlich dafür war der bisherige Chef der hochkarätigen Veranstaltung, Christoph Heusgen. Er hatte den Ausschluß mit der angeblich mangelnden Dialogbereitschaft der AfD begründet, die etwa eine Rede des ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Bundestag boykottiert hatte.

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Doch der Wind dreht sich, und die Sicherheitskonferenz muß gewärtig sein, mit einem Ausschluß der größten Oppositionspartei im Bundestag Sanktionen der US-Regierung zu provozieren – für die internationale Reputation des Forums wäre das verheerend. Erst kürzlich hatte die Trump-Regierung mehrere europäische Zensur-Plattformen, darunter die deutsche NGO „HateAid“, offiziell sanktioniert und mit einem Einreiseverbot in die USA belegt.

Und siehe da: plötzlich darf die AfD wieder mitspielen. Kurz vor Weihnachten verschickte die Sicherheitskonferenz Einladungen an Vertreter aller Bundestagsparteien – auch der AfD. Die Entscheidung, berichtet die dpa, wurde vom neuen Vorsitzenden Wolfgang Ischinger und dem zuständigen Stiftungsrat getroffen. Ischinger war bereits zwischen 2008 und 2022 Chef der Sicherheitskonferenz.

Auf der diesjährigen Konferenz hatte US-Vizepräsident Vance Gesinnungsgängelung und Ausgrenzung Andersdenkender in Europa scharf kritisiert: „Es gibt keinen Platz für Brandmauern“, sagte er. Und statt mit Altkanzler Olaf Scholz – dessen Nachfolger Merz war noch nicht im Amt – traf er sich mit AfD-Chefin Alice Weidel. Die Konferenz 2026 findet vom 13. bis 15. Februar statt. (rk)

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