Trump sitzt der BBC im Nacken: Maduros Entführung darf nicht so bezeichnet werden

Trump sitzt der BBC im Nacken: Maduros Entführung darf nicht so bezeichnet werden
Foto: Symbolbild

Washington/London. Der britische Sender BBC hat erst vor kurzem schmerzhafte Erfahrungen mit US-Präsident Donald Trump gemacht. Nachdem sich Trump über die tendenziöse Berichterstattung des britischen Medien-Flaggschiffs beschwert hatte, die ihm Anstachelung zum Sturm auf das Capitol unterstellt hatte, legte er nach und drohte mit einer Klage. Würde die BBC verurteilt, könnte das eine astronomische Geldstrafe zur Folge haben.

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Deshalb ist der Sender jetzt vorsichtiger geworden. In einer internen Anweisung wurde allen Mitarbeitern dieser Tage ausdrücklich untersagt, die kürzliche Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA als „Entführung“ zu bezeichnen. Ein entsprechendes Memorandum ging hausintern an alle Redaktionen. Statt des Wortes „kidnapping“ sollen neutralere Begriffe wie „seized“ oder „captured“ verwendet werden.

Der britische Journalist Owen Jones veröffentlichte dieses Memo und kritisiert die Anweisung scharf. Er nennt die erlaubten Alternativen eine „Beschönigung“ und bezeichnet die Vorgabe als „orwellsches Zeug“.

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Die Verfügung zeigt freilich vor allem, daß die BBC wegen ihrer parteiischen Berichterstattung tatsächlich unter Druck steht – und das ist letztlich eine gute Nachricht. Auch deutsche GEZ-Sender verfolgen die Vorgänge aufmerksam. Auch sie müssen jetzt verstärkt damit rechnen, daß ihnen US-Präsident Trump für ihre hämische und unsachliche Berichterstattung auf die Finger klopft. Das ZDF etwa hat es sich mit dem Weißen Haus spätestens seit seiner Berichterstattung über die Ermordung des Trump-Mitstreiters Charlie Kirk verscherzt. In Washington wurde zeitweise gefordert, dem US-Korrespondenten Elmar Theveßen das Visum zu entziehen. (mü)

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