Riesenerfolg auch in Niedersachsen: AfD vor mehreren Stichwahlen
Hannover. Der ganz große Durchmarsch wie in Sachsen-Anhalt war es nicht. Dennoch hat die AfD bei der Kommunalwahl in Niedersachsen letzten Sonntag deutlich zugelegt und – gemessen an westdeutschen Verhältnissen – einen Riesenerfolg erzielt. In mehreren Orten wurde sie sogar stärkste Kraft.
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Auf ganz Niedersachsen hochgerechnet, erreicht die AfD 15,9 Prozent – ein absolut sensationeller Zuwachs um 11,3 Prozent gegenüber 2021. Damit liegt sie zwar hinter CDU und SPD noch auf Rang drei, konnte aber massiv aufschließen. Einen Bürgermeister stellt sie zunächst nicht, mehrere Kandidaten schafften es jedoch in die Stichwahl.
In Bockenem im Landkreis Hildesheim erzielte die AfD mit 28,2 Prozent ihr landesweit stärkstes Ergebnis bei einer Bürgermeisterwahl. Sie lag hinter einem unabhängigen Bewerber mit 37,8 Prozent und tritt in zwei Wochen erneut an. Im Gemeinderat wurde sie mit 28,5 Prozent zweitstärkste Kraft. In Wesendorf im Landkreis Gifhorn kam sie bei der Ratswahl sogar auf 29 Prozent. In Südbrookmerland erreichte sie 26,4 Prozent, unterlag jedoch im Duell um das Bürgermeisteramt. In Brome kam sie auf 26,5 Prozent und verlor ebenfalls gegen den SPD-Kandidaten.
Im Bundeswehrstandort Munster im Heidekreis gelang mit 20,7 Prozent ebenfalls der Sprung in die Stichwahl. Die unabhängige Bewerberin erhielt 48,1 Prozent. Bei der Stadtratswahl wurde die AfD mit 25,2 Prozent stärkste Partei.
In Salzgitter erreichte die „blaue“ Kandidatin Patricia Mair mit 25,7 Prozent die Stichwahl. Amtsinhaber Frank Klingebiel (CDU) kam auf 45,6 Prozent. Im Stadtrat wurde die AfD mit 27,39 Prozent stärkste Fraktion und erhielt 13 Sitze.
Bei den Landratswahlen verfehlte die AfD überall die Stichwahl. In Cloppenburg erreichte sie 23,1 Prozent, in Stade und Wittmund jeweils Rang zwei. In Cloppenburg gewann der CDU-Kandidat mit 52,6 Prozent bereits im ersten Wahlgang. (rk)
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